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Donnerstag, 10. März 2016

Der Kernbeißer - die größte in Europa heimische Art der Finken

Plötzlich saß der kleine Kernbeißer vor der Kellertür inmitten eines Haufens Federn. Der arme Singvogel war ganz verschreckt.
Ob er nicht davonflog, weil er eine Schockstarre, einen gebrochenen Flügel oder gar schlimmeres hatte, wussten wir nicht.

Da waren bestimmt wieder meine Katzen am Werk!

Ständig legen sie irgendwelche Jagdtrophäen vor meine Kellertür!

Meine Begeisterung darüber, diese hinterher wegräumen und das Stiegenhaus putzen zu müssen, hält sich allerdings in Grenzen!

Die Ordinationszeiten unserer Tierärztin waren an dem Tag leider schon vorbei, also brachten wir den verletzten Vogel fürs Erste einmal in Sicherheit, indem wir ihn in einen Käfig setzten.

Natürlich ließ er sich nicht gerne in die Hand nehmen, wodurch Werner tzotz dicker Arbeitshandschuhe, gleich Bekanntschaft mit dem großen und kräftigen Kegelschnabel des Finken machte.

Mit diesem Schnabel, ein besonderes Merkmal des Kernbeißers, kann er so großen Druck auf kleine Gegenstände ausüben, dass er fähig ist, sogar Obstkerne aufzuspalten. Dabei beträgt die aufgewendete Kraft bis zu 730 N!

Der Patient bekam frisches Wasser und Futter (Samen, Nüsse, Getreideflocken, Trockenfrüchte und einen Regenwurm).

Mehr konnten wir in dem Moment nicht für ihn tun, und wir beschlossen, den nächsten Morgen abzuwarten.

Da er recht fit aussah, hatte ich die Hoffnung, dass er sich bis dahin so gut erholen würde, dass wir ihn einfach wieder freilassen könnten. Wenn nicht, dann würden wir ihn zur Tierärztin bringen.

Nur meine Tochter Leni wünschte sich, dass er für immer flugunfähig bleiben würde, damit sie ihn behalten dürfe. Sie wollte nicht so recht einsehen, warum der Fink in Gefangenschaft unglücklich wäre.  ;-)))

Wie traurig waren wir alle, als sich schlussendlich weder die eine, noch die andere Hoffnung erfüllte.
Als wir am nächsten Tag in der Früh aufstanden, lag der arme kleine Vogel mausetot in seinem Käfig und es blieb uns nur noch eines, nämlich ihn im Garten zu beerdigen.
Schade, dass er es nicht geschafft hat.   :-(((

Bis bald, 


alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

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Freitag, 14. August 2015

Wenn Katzen jagen ...

Wer bei uns seine Schuhe auszieht, und sie vor der Tür stehen lässt, sollte später unbedingt daran denken, sie erst auszuschütteln, bevor er wieder hineinschlüpft.

Darin könnte nämlich in der Zwischenzeit alles mögliche deponiert worden sein.  ;-)))

Unsere 4 Katzen, deren Job es ist, Mäuse zu jagen, haben sich dummerweise angewöhnt, ihre Beute, die sie oft  gar nicht oder nur teilweise auffressen, als Liebesbeweis (?) vor die Haustür oder eben in Schuhe zu legen, die im Stiegenhaus stehen.

Das kann neben Mäusen auch einmal eine Schlange, ein Maulwurf oder ein Vogel sein. - Die Miezen sind da nicht wählerisch und interessieren sich nicht die Bohne dafür welche Tiere unter Naturschutz stehen und welche nicht ...

Damit, dass sie unsere Spitzmäuse nicht in Ruhe lassen, habe ich eigentlich keine allzugroße Freude. - Immerhin gehören diese trotz der äußeren Ähnlichkeiten mit richtigen Mäusen nicht zu den Nagetieren, sondern zur Ordnung der Insektenfresser.

Die Fleischfresser ernähren sich vor allem von Würmern, Schnecken und Insekten, sowie von Larven, Puppen und anderen wirbellosen Tieren. Sie tragen somit erfolgreich zur Schädlingsbekämpfung im Garten bei und sollten nicht gejagt werden.  
Das ist meinen Katzen jedoch völlig egal.

Jetzt liegt da gar eine junge Ringelnatter vor der Tür!  :-(((

Bis dato wusste ich gar nicht, dass wir welche im Garten haben.

Ich bin schon gespannt, was meine Katzen als nächstes anschleppen werden ...
Wie wäre es zur Abwechslung einmal mit einer ganz normalen Feldmaus?

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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