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Montag, 20. Juni 2016

Abenteuer Nachtangeln

Obwohl ich zum Teil hier in Szigliget aufgewachsen bin und seit meiner Kindheit bereits unzählige Stunden mit Angeln am Balaton/Plattensee verbracht habe, so ist es mir bisher doch noch nie eingefallen, nachts zu fischen.

Die ganze Nacht draußen am Wasser zu sitzen und darauf zu warten, dass ein Fisch anbeißt? Die Zeit zwischen Sonnenuntergang und -aufgang würde bestimmt in Zeitlupentempo vergehen, es wäre sicherlich langweilig und öde. ... Oder doch nicht?

Ausschlaggebend dafür mich auf das Abenteuer Nachtangeln einzulassen war die Behauptung erfahrener Fischer, einen richtig großen Fang könne man nur nachts machen.

Sie ließ mich einfach nicht in Ruhe und verleitete mich letztendlich dazu das Nachtangeln einfach einmal selbst auszuprobieren.
Vielleicht würde es mir am Ende sogar gelingen einen riesigen Karpfen, Wels oder Zander an Land zu ziehen?  :-)))

Eines Abends packte ich also meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg zum Hafen.

Dort angekommen suchte ich mir einen vielversprechenden Platz aus, wo ich es mir häuslich einrichtete.
Jetzt blieb mir nur noch eines: Köder auf die Haken, auswerfen, Bissanzeigen montieren, gemütlich auf den Campingsessel setzen und warten ...

Erst herrschte noch reges Kommen und Gehen, doch irgendwann wurde es sowohl am Pier, als auch im Jachthafen immer stiller.
Am Ende saßen nur noch ein anderer Fischer und ich draußen im fahlen Mondlicht und plauderten über dieses und jenes.

Während ich dick in meine Jacke und Decken eingemummt ausharrte erwartete mich eine riesen Überraschung!

Um mich herum erwachte das Nachtleben und es passierte plötzlich so viel auf einmal, dass ich aus dem Beobachten und Staunen kaum noch herauskam.

Gelsen summten, und Vögel gaben ein Konzert der Sonderklasse.

Gleichzeitig versuchten sich die Frösche mit ihren quakenden Revierrufen gegenseitig zu übertönen.

Das tagsüber von der Sonne erwärmte Wasser hatte bereits am späteren Abend zum Brodeln angefangen, weil sich darin ganz viele Fische tummelten, die sich um diese Jahreszeit alle zum Ablaichen in den Uferregionen einfinden.

Die großen Raubfische tauchten plötzlich mitten in der Nacht auf. Auf der Jagd nach Futter (kleineren Fischen) zogen sie mit hoher Geschwindigkeit durch das Wasser und durchbrachen dabei immer wieder die Wasseroberfläche um gleich darauf wieder einzutauchen.

Das Highlight der Nacht war allerdings, als eine große Horde Wildschweine seelenruhig den Platz vor dem Hafenrestaurant querte um gleich darauf leise im gegeüberliegenden Schilf zu verschwinden.

Leider konnte ich sie nicht dabei beobachten, aber man konnte deutlich hören, wie sie in der dahinterliegenden Bucht grunzend baden gingen. Einige Zeit später nahmen sie den gleichen Weg wieder zurück, bevor es auch schon zum Dämmern begann.

In der Zwischenzeit gelang es mir tatsächlich einen Wels, einen schönen Zander und 2,5 kg Weißfische zu fangen.

Die Nacht verging wie im Nu, und auf einmal war es auch schon 04.00 Uhr morgens. Mit dem Morgengrauen kamen immer mehr Fischer an, und der Hafen füllte sich.

Mir jedoch fielen langsam die Augen zu, und der Hunger trieb mich letztendlich nach Hause, wo mich nach zweistündigem Fische-Putzen endlich ein wunderbares Frühstück erwartete.

Heute kann ich behaupten, dass Angeln im Allgemeinen, und Nachtfischen im Speziellen alles andere als langweilig ist.

Leider muss ich morgen für ein paar Tage nach Hause fahren, wo mich ein Haufen Arbeit erwartet, doch ich habe vor, schon nächstes Wochenende wiederzukommen.
Alte Freunde haben mich zum Karpfenangeln per Boot eingeladen. Das will ich mir auf keinen Fall entgehen lassen! ;-)))

Bis bald, 


alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

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Sonntag, 19. Juni 2016

Guten Morgen vom Balaton!

Gestern, am Samstag, den 18. Juni startete überall rund um den Balaton/Plattensee (Ungarn) die heurige Sommersaison. Das durften wir natürlich nicht verpassen!  ;-)))

Alle Strandbäder wurden feierlich eröffnet, und auf den Seebühnen fanden tolle Konzerte statt.

Bei 23° Wassertemperatur und schönem Sommerwetter füllte sich auch der Szigligeter Strand recht bald mit lauter fröhlichen Menschen, die sich dann später am Abend gemeinsam beim Public Viewing im Festzelt das EM-Spiel Ungarn/Island ansahen. Nach dem 1:1 Ergebnis, und nachdem klar war, dass Ungarn in die nächste Runde weiterkommt, ging die erste Party der Saison los!

Leider konnte ich nicht mitfeiern, weil ich bereits am Sprung zum Nachtfischen war.

Ich hatte vor endlich einmal eine ganze Nacht am Wasser draußen zu bleiben, weil die Fische nachts angeblich besser beißen als am Tag.

Darüber erzähle ich aber ein anderes Mal, denn jetzt geht es gleich los auf den Liliompiac, einen ganz besonderen Markt!

Einen schönen Tag euch allen!

Bis bald, 


alles Liebe, 
eure Renate!
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Samstag, 27. Juni 2015

Kis-Balaton (Reisebericht Tag 5) Fahrradtour

Bei perfektem Wetter unternahmen Richard und ich am letzten Tag unseres Aufenthaltes am Kis-Balaton noch eine schöne Fahrradtour.

Die abenteuerliche Runde, bei der wir die meiste Zeit über Stock und Stein fuhren, führte uns über Dämme, eine Insel und einen asphaltierten Fahrradweg.

Die Strecke über die Dämme fanden wir besonders interessant.

Auf beiden Seiten des Weges erstreckten sich abwechselnd große Wasserflächen, Schilf- und Sumpfland, wodurch wir den Kis-Balaton aus nächster Nähe beobachten konnten.

Beim Vorbeifahren scheuchten wir des öfteren Graugänse auf, die schnell davonflogen.

Immer wieder hörten wir es am Ufer rascheln und hinterher ein Tier im Wasser verschwinden.

Leider konnten wir nicht sehen, wen wir in seiner Ruhe gestört haben.

Obwohl wir gute 2 Stunden unterwegs waren, begegneten wir keiner Menschenseele, dafür konnten wir umso mehr Vögel und Insekten beobachten.

Wir staunten nicht schlecht, als wir immer wieder Überreste von ganz großen Fischen mitten auf dem Schotterweg liegen sahen.

Welches Tier mag sie wohl gefangen und verspeist haben?
Ich tippe auf den Fischotter, der in dieser Gegend lebt.

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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Donnerstag, 25. Juni 2015

Kis-Balaton (Reisebericht Tag 4) Kányavári Sziget

Sobald die ersten Sonnenstrahlen herausblinzelten, konnten mein Sohn Richard und ich gestern endlich unseren geplanten Ausflug zur Kányavári Sziget unternehmen.

Man erreicht die schöne Ausflugsinsel über eine alte Holzbrücke mit wunderschönen Rundbögen.

Vielleicht habt ihr sie schon einmal irgendwo auf einem Foto gesehen? Sie ist ein beliebtes Fotomotiv und daher recht bekannt.

Von oben hat man einen wundervollen Blick auf die Wasser- und Schilffläche, und man kann sehr schöne Seerosen und verschiedene Wasservögel beobachten.

Die ganze Insel ist sehr gepflegt, hölzerne Jausentische laden immer wieder zum Piknicken ein, es gibt einen schönen Kinderspielplatz und vom Aussichtsturm überblickt man die umliegende Landschaft.

Vom Lehrpfad war ich allerdings enttäuscht.
Außer ein paar verwitterten Infotafeln über die Geschichte der Region, bzw. über die Vogelwelt war nicht viel zum Sehen.

Ich hätte mir erwartet viel mehr über die Flora & Fauna, sowie den Wasser- bzw. Umweltschutz in der Region zu erfahren.

Nachdem ich erst vorgestern die Info bekommen habe, dass das Fischen überall streng verboten ist, war ich ganz überrascht, wie viele Leute zum Angeln an den Ufern der Insel saßen. ...

Schade, dass ich meine Angelausrüstung nicht dabei habe!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
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