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Mittwoch, 3. Juni 2015

Schwarzer Holunder für Küche, Volksmedizin, religiöse und magische Rituale

Holundersaft, Hollerkoch und Hollerschöberl kennt fast jeder.

Der Hollerbusch spielt jedoch nicht nur in der Küche, sondern auch in der Volksmedizin und in religiösen, sowie magischen Ritualen eine wichtige Rolle!

Zu medizinischen Zwecken kommt am häufigsten der Holunderblütentee zum Einsatz.

Die Blüten wirken schweißtreibend und sind somit ein wirksames Mittel gegen fiebrige grippale Infekte, das auch Kindern schmeckt.

Neben den Blüten werden auch die Blätter, Rinde, Wurzeln und Früchte des Holunders verwendet, wobei man wissen sollte, dass die Blätter, Rinde und Wurzeln leicht giftig und daher mit Vorsicht zu genießen sind!

Tee aus getrockneten Blättern und der Rinde älterer Äste wirkt harntreibend, Beeren abführend.

Holunderbeeren sollten nie roh verzehrt, sondern immer erst zu Marmelade, Kompott oder Saft verarbeitet werden.
Die Beeren des Schwarzen Holunders müssen nicht extra entkernt werden, wie die des Roten Holunders.
Demjenigen aber, der sich an die vitaminreichen Beeren des Roten Hollers heranwagt, sei große Vorsicht geboten, ihre Kerne sind nämlich giftig!

Der Holunder wird eng mit der Dreiheit der Göttin, das heißt mit Neubeginn, Leben und Tod in Zusammenhang gebracht.
Er ist deswegen zahlreichen Erdmuttergottheiten geweiht und es sind bis heute Riten erhalten, in denen Frau Holle (Holla) oder andere Namen angerufen werden um bei Krankheiten und unerfülltem Kinderwunsch zu helfen.
Als gutmütige Erdmutter nährt und heilt sie uns Menschen, als Hüterin der Schwelle zur Unterwelt verkörpert sie Weisheit, Reife und Wissen.

Der Hollerbusch gilt als Tor zur Anderswelt und als Wohnsitz guter Haus- und Gartengeister, weswegen man vor dem Fällen eines Holunderbusches folgenden Spruch aufsagt, damit der darin wohnende Geist seinen Busch rechtzeitig verlassen kann:"Lady Ellhorn, gib mir von deinem Holze, und ich gebe dir von meinem, wenn ich einst zu einem Baum werde."

In vielen Zigeunerstämmen nahm man an, dass das Verbrennen von Holunderholz gefährlich wäre. Deshalb war es bei ihnen streng verboten, Holunder als Feuerholz zu verwenden.

In der Magie wird der Holunder in Austreibungs- und Schutzritualen, sowie für Heilzauber verwendet. Magier fertigen schon seit jeher Zauberstäbe aus Holunderästen.

Der Hollerbusch soll Wohlstand und Glück bringen, weswegen er in keinem Hausgarten fehlen darf!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

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Dienstag, 2. Juni 2015

Holunderblütensirup ... natürlich selbstgemacht! (Rezept)

Als Alternative zu den Chemie-Bomben aus dem Supermarkt finde ich selbstgemachte Limonaden einfach genial.

Zwar enthalten auch sie Zucker, aber es sind bestimmt keine chemischen Farb-, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder ähnliches drinnen.

Wenn ich daran denke, dass meine Kinder beim Trinken der selbstgemachten Blüten- und Kräuterlimonaden auch noch von den gesundheitsfördernden Wirkung der Heilpflanzen profitieren, dann weiß ich genau, dass sich die Arbeit lohnt!

Neben dem Minze-Zitronenmelissen-Sirup, den ich unter uns gesagt auch gerne als Basis für meinen Lieblings-Sommer-Cocktail, den Mojito, verwende, lieben wir den Holunderblütensirup am meisten.

Er ist sehr einfach in der Herstellung und erfrischt an heißen Sommertagen nicht nur die Kinder!

Zutaten:
15 Dolden Holunderblüten
3 l Wasser
2 kg Zucker
3 BIO-Zitronen
60g Zitronensäure

So geht´s:
Wasser aufkochen, zuerst den Zucker, dann die Zitronensäure darin auflösen, den Herd ausschalten.
Einstweilen die Zitronen in ganz dünne Scheiben schneiden und gemeinsam mit den Holunderblüten in ein 5 l Gurkenglas geben. Mit dem Zuckerwasser übergießen, verschließen und 1 Tag stehen lassen.
Am zweiten Tag kann der Sirup durch ein Sieb in einen Topf geleert werden, worin er noch einmal kurz aufgekocht und danach gleich in Saftflaschen gefüllt wird.
Sofort verschließen und auskühlen lassen.
Der Sirup hält mindestens ein Jahr, wenn er an einem kühlen dunklen Ort - zum Beispiel im Keller - aufbewahrt wird.

Viel Erfolg!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
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