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Montag, 23. März 2015

Pilzerkrankungen im Garten

So gut sich meine Pflanzen im letzten Jahr zuerst entwickelt haben, so schnell sind viele davon später erkrankt und eingegangen.

Verschiedene Pilzerkrankungen haben Teile meiner Ernte völlig vernichtet.
Die Gurken bekamen Mehltau und die Tomaten fielen der Braunfäule zum Opfer.

Diese Krankheiten waren durch den extrem vielen Regen und das kühle Wetter ausgelöst worden.

Es ist kaum zu glauben, wie viele neue, höchst unerfreuliche Bekanntschaften ich machen musste:
Ich lernte Monilia, Rostkrankheiten und die Himbeerrutenkrankheit kennen.

Mit Mehltau, Birnengitterrost und Braunfäule hatte ich bereits früher das Vergnügen.

Leider kann man mit biologischen Maßnahmen nach dem Ausbruch einer Krankheit nur noch wenig ausrichten.

Zwar kann man beim Auftreten von ersten Symptomen, noch versuchen durch die Anwendung von Pflanzenjauchen und -tees das Ausbreiten der Krankheiten einzudämmen, aber in schlimmen Fällen helfen nur noch Spritzmittel auf Schwefel- und Kupferbasis.
Diese sind in Bio-Gärten jedoch problematisch, weil sie das biologische Gleichgewicht stören.

Jetzt habe ich endgültig die Nase voll von all diesen Pilzerkrankungen.
Darum sage ich ihnen dieses Jahr den Kampf an.
Es gehört endlich eine gute Taktik her, um meine Pflanzen gesund zu halten!

Wenn wir davon ausgehen, dass durch den Klimawandel die Winter immer trockener, die Sommer dafür immer nasser werden, muss man sich echt Gedanken machen, wie man mit diesem Problem umgeht.

Ich habe mal zusammengetragen, was mir so zu dem Thema "Pilzerkrankungen im Garten vermeiden"einfällt und ich schätze, die wichtigste Information ist folgende:

Gegen Pilzerkrankungen kommt man am besten mit solchen vorbeugenden Maßnahmen an, die verhindern, dass die Erkrankungen unsere Pflanzen überhaupt befallen können.

Vorbeugend sollte man auf jeden Fall:
  • die Fruchtfolge einhalten und nie das gleiche Gemüse im selben Beet wie im Vorjahr anbauen
  • Pflanzenpfähle und Blumentöpfe mit Essigwasser desinfizieren, bevor man sie wieder verwendet um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden
  • möglichst nur im Wurzelbereich, nie über die Blätter gießen
  • Pflanzen, wie Gurken, Tomaten und Zuchini eventuell unter Schutzdächern ziehen
  • Nützlinge fördern, die Krankheitsüberträger, wie zum Beispiel Blattläuse auffressen 
  • dazu ist es extrem wichtig auf chemische Spritzmittel zu verzichten, weil man ansonsten auch die Nützlinge vergiftet!
  • hilfreiche Pflanzenjauchen herstellen und vorbeugende Spritzungen durchführen 

 Zumindest die Tomaten und Gurken in einem Gewächshaus zu ziehen wäre eine Möglichkeit sie gesund zu halten.
So könnte man sie gezielt nur im Wurzelbereich gießen und ihre Blätter würden immer schön trocken bleiben.

Leider ist mein Folientunnel beim Hausbau als Materiallager missbraucht worden und fällt daher als mögliches Gewächshaus aus.

Ich schätze, ich werde dieses Jahr entweder einen neuen Tunnel bauen oder versuchen Regenschutzdächer über den Tomaten und Gurken anzubringen. Es wird eine große Herausforderung werden, diese sturmsicher zu bauen. Natürlich halte ich euch am Laufenden.
Drückt mir die Daumen dafür!

Ich habe gelesen, dass man zum Beispiel durch die Anwendung von Knoblauchjauche sehr gut gegen Pilzkranheiten ankommen kann.

Zwischen meinen Erdbeeren habe ich schon im letzten Jahr überall Knoblauch gesetzt.
Ich hätte gar nicht damit gerechnet, dass er so gut wirkt, aber sie blieben trotz des extrem nassen Wetters tatsächlich vom Grauschimmel verschont.
Bestärkt durch diese Erfahrung will ich heuer auf allen Obstbaumscheiben und unter allen Tomaten- und Gurkenpflanzen ganz viel Knoblauch anbauen.

Wichtig im Falle eines Befalles:
  • Kranke Pflanzenteile sofort entfernen, erkrankte Bäume bis ins gesunde Holz zurückschneiden
  • diese befallenen Pflanzenteile nicht kompostieren sodern entweder sofort verbrennen oder über den Hausmüll entsorgen
  • die verwendete Gartenschere desinfizieren, bevor man damit bei einer anderen Pflanze weiterarbeitet
  • mit Knoblauch- oder Schachtelhalmjauche spritzen
Das beste Mittel gegen alle möglichen Pflanzenkrankheiten ist wohl immer noch naturgemäß zu gärtnern und ich schätze man kann Rückschlägen zwar vorbeugen, sie aber leider nicht immer voll und ganz vermeiden.

Dieses Jahr habe ich mir eine Baumspritze gekauft, die man auf dem Rücken tragen kann.
Sie macht einen tollen Sprühnebel und man kann so seine Gemische super auf den Gewächsen verteilen.

Allerdings bekam ich sehr bald Rückenschmerzen vom Tragen.
Es nützt alles nichts, das ist nun mal keine Arbeit für Frauen. - Entweder man bittet einen Mann darum, dass er diese Aufgabe übernimmt, oder man befüllt den Behälter nur zur Hälfte, damit er nicht so schwer wird!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

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Dienstag, 10. März 2015

Natürlich Haare färben mit Henna

In meinem Bestreben alles Künstliche aus dem Alltag zu verbannen, habe ich mir vorgenommen, auch meine "Kosmetik" unter die Lupe zu nehmen.

Bei meinem letzten Friseurbesuch habe ich mir daher den genauen Unterschied zwischen künstlicher und pflanzlicher Haarfarbe erklären lassen.

Meine Friseurin, Yvonne Fischer sagt, der Hauptunterschied liegt in der Wirkungsweise.

Chemische Haarfarben öffnen die Haarstruktur um gut eindringen zu können. Sie müssen das Haar also erst schädigen, um daran haften zu bleiben und es zu färben.
Man kann sich vorstellen, wie gut das auf Dauer für die Haare sein muss ...

Da stellt man sich doch die Frage, ob es keine Alternative zu diesen Chemiebomben gibt?
Ich habe eine gefunden und sogleich ausprobiert:

Die Pflanzenfarbe Henna wird aus getrockneten und zermahlenen Blättern des Henna-Strauches gewonnen. Sie kann eine Verbingung mit eiweißhaltigen Stoffen eingehen, wodurch man damit Haut, Haare, Wolle oder Seide rot färben kann. Dabei variiert der Farbton von hellem Orange bis zu dunklem Mahagoni.

Als Haarfarbe ummantelt Henna das Haar, und bildet so eine stärkende glänzende Schutzschicht. Je öfter man mit der Pflanzenhaarfarbe färbt, desto stärker und gesünder werden die Haare, und der schöne Farbeffekt wird mit jedem Mal intensiver.

Wer mit Henna färben möchte, sollte jedoch gut aufpassen:
Viele Henanprodukte enthalten synthetische Farbstoffe und Beizen, um eine schnellere Färbung oder weitere Farbtöne, wie zum Beispiel blau-schwarz, braun, blond, ... erzielen zu können.
Diese Stoffe können schwere Allergien auslösen und zu starken Hautschäden führen, weswegen man sich genau anschauen sollte, ob das Henna, das man verwenden will auch wirklich Henna ist!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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