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Mittwoch, 19. April 2017

Frischhaltetücher aus Baumwolle und Bienenwachs ... anstelle von Alufolie und Plastiksackerl

Auf meiner Suche nach einer natürlichen Alternative zu Alufolie und Plastiksackerl habe ich jetzt etwas wahnsinnig Tolles entdeckt:

Habt ihr gewusst, dass es Frischhaltetücher aus Baumwolle und Bienenwachs gibt?

Diese mit Bienenwachs gefüllten Baumwolltücher der Firma Bee In (hier bei Amazon) können zum Verschließen von Gläsern, Bechern oder Schüsseln verwendet werden, oder man wickelt Lebensmittel darin ein, um sie so frisch zu halten. 

Sie werden in Handarbeit hergestellt, sind mindestens ein Jahr lang haltbar, brauchen nur mit kaltem Wasser und Spülmittel gereinigt werden, und sind immer wiederverwendbar.


Ich musste nicht lange überlegen:

Schnell war eine Packung Wachstücher (hier bei Amazon) bestellt um auszuprobieren, ob das Produkt wirklich hält, was es verspricht, und ich freute mich besonders, als das Paket gleich zwei Tage später bei mir ankam.

Schon beim Auspacken strömte mir der traumhaft feine Duft des Bienenwachses in die Nase, und schon wenige Minuten darauf wickelte ich meinen selbst gebackenen Rosinenzopf in die Wachstücher ein. 

Tatsächlich lässt sich das eher steife Material durch die Wärme der Hände in jede gewünschte Form biegen und behält diese bei. :-)))

Doch was mich am allermeisten begeistert, ist, wie saftig meine Mehlspeise heute, 4 Tage nach dem Backen, immer noch ist, wo doch gerade Hefeteig normalerweise so schnell austrocknet!

Fazit: 
Ich bin echt begeistert von dieser gesunden natürlichen Alternative zu künstlichen Verpackungsmaterialien und kann sie nur wärmstens weiterempfehlen!

Der einzige Nachteil: 
Mit ihrem Preis von € 25,50 für eine 3-er Packung finde die Wachstücher ziemlich kostspielig.
Wenn ich jedoch bedenke, wie gut sie meine Lebensmittel frisch halten, wie viel Verpackungsmüll ich mit ihnen spare, und wie oft ich sie immer wiederverwenden kann, werde ich mir bestimmt trotzdem noch ein oder zwei Sets dazukaufen!

Probiert sie auch aus, ihr werdet bestimmt genauso begeistert sein, wie ich!

Bis bald,

alles Liebe,
eure Renate!

zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

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Mittwoch, 14. Oktober 2015

Indische Waschnüsse im Test

Als ich diesen Sommer auf Indische Waschnüsse stieß, gefiel mir die Idee eine Möglichkeit gefunden zu haben mit einem natürlich nachwachsenden Rohstoff umweltschonend zu Waschen sofort.

Obwohl die Verwendung von Waschnüssen aus Indien meinem Credo möglichst regional einzukaufen widerspricht, begeisterten mich die Vorteile, die die Indische Waschnuss mit sich bringt sehr. Also bestellte ich welche bei Amazon, um sie auszuprobieren.

Schon bald trudelte das pflanzliche Waschmittel mit der Post bei mir ein.
Die Lieferung enthielt 1 kg (halbe) Waschnuss-Schalen und 3 kleine Leinensäckchen.

Da Indische Waschnüsse für Bunt- und Kochwäsche 30° - 90°C, Wolle und Seide geeignet sind, habe ich seither all unsere Wäsche damit gewaschen, und dieses Waschmittel somit ausgiebig getestet.

einfach in der Anwendung ...

Man füllt eines der kleinen Stoffsäckchen mit 4-6 halben Waschnuss-Schalen und gibt ein paar Tropfen des gewünschten ätherischen Öls auf den Beutel.
Diesen braucht man dann nur noch in die Trommel der Waschmaschine zwischen die Wäsche zu legen.

Je nach Wasserhärte kann man die Menge der Waschnüsse um 2-3 Stück erhöhen und einen natürlichen Wasserenthärter, z.B. ein Stamperl Essig zugeben.

Am Ende des Waschgangs können die Überreste der Waschnüsse kompostiert werden.

Das Stoffsäckchen wird getrocknet und wiederverwendet.

Das Wasch-Ergebnis:
  • Die Wäsche riecht gut und ist nach dem Waschen offensichtlich wirklich sauber.
  • Allerdings verfärbt sich weiße Wäsche nach einiger Zeit, wodurch man irgendwann über den Einsatz eines Bleichmittels nachdenkt, bzw. darüber, ob es denn ein natürliches gibt ...  : - ((( 
  • Weil die Waschnuss-Schalen keine Bakterien-tötenden Stoffe haben, kann es sein, dass die Wäsche schnell muffelig wird. 
    • Abhilfe schafft ein Stamperl Essig, das man in das Waschfach der Waschmaschine leert
    • Auch ätherisches Lavendelöl wirkt antibakteriell. Schon 2-3 Tropfen helfen unangenehme Gerüche zu verhindern, und der Wäsche einen angenehmen Lavendelduft zu geben. Keine Angst, ätherische Öle hinterlassen keine Ölflecken! 
Der Haken:

Obwohl das ökologische Waschen mit der Indischen Waschnuss grundsätzlich funktioniert, bringt die Verwendung eines Waschmittels aus einem fernen Land einen hohen CO2-Fußabdruck mit sich, der mir nicht gefällt.

Das immer stärker werdende Interesse an dem traditionellen Waschmittel aus Indien und Nepal zieht in den Herkunftsländern sowohl positive als auch negative Konsequenzen nach sich, worüber zum Beispiel der Artikel Die vielen Gesichter der Waschnuss (oneworld.at) informiert.

Fazit:

Meine Suche nach dem optimalen ökologischen Waschmittel geht weiter.

Rosskastanien, Efeu, Eicheln und sogar Bucheckerl enthalten z.B. ebenfalls Saponine und eignen sich somit zur Herstellung von einheimischen pflanzlichen Waschmitteln.

Ich werde einiges ausprobieren und natürlich weiterberichten!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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Freitag, 17. Juli 2015

Lieber alte Haushuhnrassen!

Heute erzähle ich euch von meinen Erfahrungen, die ich mit Masthühnern gemacht habe, und erkläre euch, warum ich robuste alte Haushuhnrassen, oder Mischlingshühner für die bessere Wahl halte.

Dass sie sich sowohl als Eier-, als auch als Fleischlieferanten gleichermaßen eignen, ist nur ein Grund dafür.
Das ist unser Hühner-Nachwuchs:
40 Jungtiere aus 3 Schlüpfen im Alter von 1-4 Monaten.


Leider sind 2 Küken gleich nach dem Schlupf gestorben, weil sie wohl zu schwach waren, um zu Überleben.

Seither war keines von unseren Jungtieren jemals krank. Sie hatten weder Durchfall, Hühnerschnupfen, oder sonstige Hühnerkrankheiten.

Es sind keine Medikamente oder Vitaminpräparate notwendig, damit unsere Junghühner und -hähne gut gedeihen.

Sie benötigen nach der Kükenzeit kein spezielles Hühnermastfutter mehr, sondern werden ausschließlich mit Getreide und Grünfutter aufgezogen. Manchmal verwöhnen wir sie zusätzlich mit ein paar gekochten Kartoffeln.

Das habe ich alles schon ganz anders erlebt, als ich mehrmals (von verschiedenen Hühnerfarmen) Mastküken kaufte.

Weil Masthühner so schnell wachsen und schon nach 6-8, spätestens aber nach 12 Wochen schlachtreif sind, wollte ich mit ihnen unseren Hühnerfleischbedarf decken. Dabei habe ich mein blaues Wunder erlebt!

Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass diese Mastküken, so süß, flauschig und schön sie als Eintagesküken auch aussahen, jedes Mal - trotz optimalen Bedingungen - ganz schnell an Durchfall erkrankten, wenn ich ihnen nicht regelmäßig Geflügelantibiotika verabreichte.

Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich den Geflügeltierarzt bemühen musste, um meine armen kranken Tiere mit Medikamenten, die übrigens ein Schweinegeld kosteten, kurieren zu können.

Dabei kann ich noch von Glück reden einen so korrekten Menschen kennengelernt zu haben, der bereit war, einer Privatperson zu helfen. Alle anderen Geflügeltierärzte, die meistens für Hühnerzuchtanlagen tätig sind, haben sich nicht dazu herabgelassen.

Ich habe, nebenbei bemerkt, die Erfahrung gemacht, dass man "normale Tierärzte" in unserer Region gar nicht erst nach Rat zu fragen braucht, wenn ein Huhn krank wird.
Diese kennen sich offensichtlich ganz wunderbar mit Katzen, Hunden, Meerschweinchen und Reptilien aus, aber von Nutztieren, die heutzutage hierzulande aus der Mode gekommen sind, haben die meisten überhaupt keine Ahnung!

Zurück zu meinen Masthühnern:
Trotz Hühnerantibiotika (sowohl vorbeugend als auch zum Kurieren) lag die Sterberate meiner Mastküken jedesmal über 50 %, und am Ende hat es mich davor gegraust, das Fleisch zu essen. Mahlzeit! :-(((

Schon bald haben wir mit den Mastküken ganz aufgehört.

Seither machen wir es lieber so, wie es die Menschen vor der Entstehung riesiger Hühnerzuchtbetriebe immer schon gemacht haben: 

Wir brüten die Eier unserer bunt gemischten Haushuhnschar entweder selber (im Bruapparat) aus, oder lassen brutwilligen Glucken das Vergnügen Mama zu werden. 





Diesen Nachwuchs ziehen wir auf.

Die Hühner werden im nächsten Jahr gute Eier legen, die Hähne decken unseren Jahresbedarf an Hühnerfleisch ab.




Bei diesen alten Haushuhnrassen und Mischlingen dauert es im Vergleich zu Masthühnern
- statt 3 Monaten  - ca. 8 Monate, bis sie schlachtreif sind und
- statt 30 Minuten - ca. 3 Std., bis sie weich geschmort sind.

Das Muskelfleisch von Freilandhühnern ist dunkler und widerstandsfähiger als das weiße Fleisch von ganz jungen Masthühnern, die so eng gehalten werden, dass sie sich kaum bewegen können.

Haushühner
  • haben ein dunkleres Fleisch (Muskelfleisch) als ganz junge Masthühner. Das liegt daran, dass sie älter werden, sowie ganzjährig im Freien herumlaufen wo sie Sonne, Wind und Regen zu spüren bekommen. 
  • brauchen im Normalfall keine Medikamente, daher enthält ihr Fleisch keine Medikamentenrückstände und 
  • der Genuss ihres Fleisches löst daher keine Antibiotikaresistenzen bei Menschen aus.
  • schmecken intensiver als als Masthühner. Allerdings muss man wissen, wie man sie richtig zubereitet. ;-))) 
Wenn man selber Hühner hält, züchtet, großzieht und Tag für Tag für ihr Wohlergehen sorgt, lernt man ihren Wert besser zu schätzen.

Aus meinen alten Legehennen würde ich, obwohl sie nur noch selten ein Ei legen, trotzdem keine Suppe kochen. Dazu sind sie mir zu sehr ans Herz gewachsen.

Wir überlegen es uns gut, ob es heute Fleisch sein muss, und wenn dann doch einmal welches auf den Tisch kommt, ist es für uns keine Selbsverständlichkeit.

Natürlich kaufe ich immer hin und wieder Fleisch zu. Dann sehe ich es jedoch mit ganz anderen Augen als früher!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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Freitag, 27. März 2015

Hilfe, die Insekten sterben!

Alarmierende Nachrichten über das Thema Bienensterben ... 

Obstbauern und Gärtner, die Sorge haben, ob ihre Obstbäume und Gemüsepflanzen ausreichend bestäubt werden ... 

Imker, die darüber klagen, dass ihre Bienen eingehen ... 

Erwachsene, die sich wundern, wo all die schönen Schmetterlinge und Libellen aus ihrer Kindheit geblieben sind ... 

Insektenfressende Vögel, die keine Nahrung finden und darum immer weniger werden ... 

Wo soll das hinführen?
Was können wir tun? Oder anders gefragt:
Welchen Beitrag kann jeder einzelne von uns leisten um ein intaktes Ökosystem zu fördern?

Problem 1: Giftige chemische Spritz- und Düngemittel ...

Dass deren Verwendung uns, sowie unserer Umwelt nicht gut bekommt, ist mittlerweile bei den meisten von uns angekommen.

Zum Glück gibt es immer mehr Leute, die nachhaltig biologisch gärtnern anstatt ihre Umwelt zu vergiften!

Doch auch wer keinen eigenen Garten hat, kann etwas tun.
Kunden, die Bio einkaufen, unterstützen Bauern, die Bio-Landwirtschaften betreiben und leisten so (oft unbewusst) einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Umweltschutz.  

Problem 2: Oftmals sehr monotone Kulturlandschaften ...

Jetzt im Frühling finden unsere heimischen Insekten noch Nahrung, doch was bzw. wie viel werden sie zum fressen haben, sobald die Hauptblütezeit des Löwenzahns, der Obstbäume, früh blühenden Wildsträucher und Rapsfelder vorbei ist?

Aus Mangel an blütenreichen Mähwiesen, Weiden und Krautsäumen, durch intensives Mähen und die unkrautfreie Anbaupraxis auf landwirtschaftlichen Flächen finden Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten während des Sommers oft viel zu wenige Blüten von denen sie sich ernähren können.

Chemisch unkrautfrei gehaltene Rasenflächen und akkurat gestutzte Thujen prägen auch in privaten Gärten oft das Bild.
Leider sind Thujenhecken leblose immergrüne giftige Mauern, die unserer heimischen Tierwelt weder als Nahrungquelle, noch als Lebensraum dienen können!

Problem 3: Blumenzüchtungen mit gefüllten anstatt ungefüllten Blüten ...

Die wunderschönsten Blumen haben keinen ökologischen Nutzen, wenn, unsere Insekten nicht in die Blüte hineinkönnen und somit auch nicht an den Blütennektar rankommen!

Hier kommen unsere Gärten und Balkone ins Spiel.

Wenn den Menschen bewusst würde, welchen riesen Beitrag sie leisten könnten ...
und einer anfinge wieder Lebensräume für unsere heimische Tierwelt zu schaffen ...
dann sein Nachbar und dann wiederum der nächste ...

Vielleicht könnt ihr ja die eine oder andere Idee umsetzen:
  • Meidet chemische Spritz- und Düngemittel!
  • Greift beim Einkaufen auf Bio-Produkte!
  • Begrünt eure Balkone mit Kräutern und einfach blühenden Blütenpflanzen und holt sie in eure Gärten!
  • Pflanzt Wildstrauchhecken oder einzelne Wildsträucher in euren Gärten 
  • Wilde Ecken im Garten, eventuell
  • ein Asthaag, der über Jahre nicht weggeräumt wird bieten vielen heimischen Insekten, aber auch dem Igel und verschiedenen Reptilien Unterschlupf.
  • Insektenhotels, vielleicht inmitten der Naturhecke bieten Lebensräume.
  • Schon eine kleine Blumenwiese ist Gold wert und sieht obendrein wunderhübsch aus!
  • Gründüngungspflanzen als Vor- und Zwischenkultur auf Gemüsebeeten sind ein idealer Pollen- und Nektarspender für Schmetterlinge und Bienen!

Überlegt mal, wie groß der Lebensraum werden könnte, wenn man die Fläche aller Privatgärten zusammennimmt!

Wenn nicht bald etwas geschieht, dann werden zuerst die Bienen und dann die Menschen aussterben.  ...
Naja. Vielleicht wäre das gar kein allzugroßer Fehler, wenn man sich anschaut, was wir unserer Mutter Erde antun!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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Montag, 23. März 2015

Pilzerkrankungen im Garten

So gut sich meine Pflanzen im letzten Jahr zuerst entwickelt haben, so schnell sind viele davon später erkrankt und eingegangen.

Verschiedene Pilzerkrankungen haben Teile meiner Ernte völlig vernichtet.
Die Gurken bekamen Mehltau und die Tomaten fielen der Braunfäule zum Opfer.

Diese Krankheiten waren durch den extrem vielen Regen und das kühle Wetter ausgelöst worden.

Es ist kaum zu glauben, wie viele neue, höchst unerfreuliche Bekanntschaften ich machen musste:
Ich lernte Monilia, Rostkrankheiten und die Himbeerrutenkrankheit kennen.

Mit Mehltau, Birnengitterrost und Braunfäule hatte ich bereits früher das Vergnügen.

Leider kann man mit biologischen Maßnahmen nach dem Ausbruch einer Krankheit nur noch wenig ausrichten.

Zwar kann man beim Auftreten von ersten Symptomen, noch versuchen durch die Anwendung von Pflanzenjauchen und -tees das Ausbreiten der Krankheiten einzudämmen, aber in schlimmen Fällen helfen nur noch Spritzmittel auf Schwefel- und Kupferbasis.
Diese sind in Bio-Gärten jedoch problematisch, weil sie das biologische Gleichgewicht stören.

Jetzt habe ich endgültig die Nase voll von all diesen Pilzerkrankungen.
Darum sage ich ihnen dieses Jahr den Kampf an.
Es gehört endlich eine gute Taktik her, um meine Pflanzen gesund zu halten!

Wenn wir davon ausgehen, dass durch den Klimawandel die Winter immer trockener, die Sommer dafür immer nasser werden, muss man sich echt Gedanken machen, wie man mit diesem Problem umgeht.

Ich habe mal zusammengetragen, was mir so zu dem Thema "Pilzerkrankungen im Garten vermeiden"einfällt und ich schätze, die wichtigste Information ist folgende:

Gegen Pilzerkrankungen kommt man am besten mit solchen vorbeugenden Maßnahmen an, die verhindern, dass die Erkrankungen unsere Pflanzen überhaupt befallen können.

Vorbeugend sollte man auf jeden Fall:
  • die Fruchtfolge einhalten und nie das gleiche Gemüse im selben Beet wie im Vorjahr anbauen
  • Pflanzenpfähle und Blumentöpfe mit Essigwasser desinfizieren, bevor man sie wieder verwendet um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden
  • möglichst nur im Wurzelbereich, nie über die Blätter gießen
  • Pflanzen, wie Gurken, Tomaten und Zuchini eventuell unter Schutzdächern ziehen
  • Nützlinge fördern, die Krankheitsüberträger, wie zum Beispiel Blattläuse auffressen 
  • dazu ist es extrem wichtig auf chemische Spritzmittel zu verzichten, weil man ansonsten auch die Nützlinge vergiftet!
  • hilfreiche Pflanzenjauchen herstellen und vorbeugende Spritzungen durchführen 

 Zumindest die Tomaten und Gurken in einem Gewächshaus zu ziehen wäre eine Möglichkeit sie gesund zu halten.
So könnte man sie gezielt nur im Wurzelbereich gießen und ihre Blätter würden immer schön trocken bleiben.

Leider ist mein Folientunnel beim Hausbau als Materiallager missbraucht worden und fällt daher als mögliches Gewächshaus aus.

Ich schätze, ich werde dieses Jahr entweder einen neuen Tunnel bauen oder versuchen Regenschutzdächer über den Tomaten und Gurken anzubringen. Es wird eine große Herausforderung werden, diese sturmsicher zu bauen. Natürlich halte ich euch am Laufenden.
Drückt mir die Daumen dafür!

Ich habe gelesen, dass man zum Beispiel durch die Anwendung von Knoblauchjauche sehr gut gegen Pilzkranheiten ankommen kann.

Zwischen meinen Erdbeeren habe ich schon im letzten Jahr überall Knoblauch gesetzt.
Ich hätte gar nicht damit gerechnet, dass er so gut wirkt, aber sie blieben trotz des extrem nassen Wetters tatsächlich vom Grauschimmel verschont.
Bestärkt durch diese Erfahrung will ich heuer auf allen Obstbaumscheiben und unter allen Tomaten- und Gurkenpflanzen ganz viel Knoblauch anbauen.

Wichtig im Falle eines Befalles:
  • Kranke Pflanzenteile sofort entfernen, erkrankte Bäume bis ins gesunde Holz zurückschneiden
  • diese befallenen Pflanzenteile nicht kompostieren sodern entweder sofort verbrennen oder über den Hausmüll entsorgen
  • die verwendete Gartenschere desinfizieren, bevor man damit bei einer anderen Pflanze weiterarbeitet
  • mit Knoblauch- oder Schachtelhalmjauche spritzen
Das beste Mittel gegen alle möglichen Pflanzenkrankheiten ist wohl immer noch naturgemäß zu gärtnern und ich schätze man kann Rückschlägen zwar vorbeugen, sie aber leider nicht immer voll und ganz vermeiden.

Dieses Jahr habe ich mir eine Baumspritze gekauft, die man auf dem Rücken tragen kann.
Sie macht einen tollen Sprühnebel und man kann so seine Gemische super auf den Gewächsen verteilen.

Allerdings bekam ich sehr bald Rückenschmerzen vom Tragen.
Es nützt alles nichts, das ist nun mal keine Arbeit für Frauen. - Entweder man bittet einen Mann darum, dass er diese Aufgabe übernimmt, oder man befüllt den Behälter nur zur Hälfte, damit er nicht so schwer wird!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
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