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Sonntag, 2. Oktober 2016

6 Kubikmeter Hackschnitzel für unser Federvieh :-)))

Gestern am Vormittag kam unsere alljährliche Hackschnitzel-Lieferung an.

Wer denkt, wir bräuchten die 6 Kubikmeter Holzschnitzel zum Heizen, hat weit gefehlt: Sie sind nämlich für unser Federvieh gedacht. :-)))

Damit sich unsere gefiederten Damen und Herren wohl fühlen, heben wir die schmutzige, schlecht riechende, obere Schicht ihres Auslaufes jedes Jahr im Herbst vollkommen ab und bringen stattdessen eine dicke Lage frischer, nach Holz duftender Hackschnitzel ein.

Diese Maßnahme ist zwar eine Knochenarbeit und treibt den Preis/gelegtem Ei ordentlich in die Höhe, doch wir finden trotzdem, dass sich der finanzielle, der Zeit- sowie der Arbeitsaufwand lohnen.

Immerhin verhindert die Hackschnitzelschicht, dass die Tiere nach starken Regenfällen oder der Schneeschmelze im Matsch herumlaufen und dabei vielleicht noch krank werden.
Der Hühnerstall bleibt länger trocken, was wiederum saubere Legenester und appetitliche frische Eier gewährleistet.

Die Hackschnitzel nehmen die Exkremente der Hühner auf, binden schlechte Gerüche und geben im Folgejahr einen wunderbaren organischen Dünger für den Gemüsegarten, sowie optimales, nährstoffreiches Füllmaterial für unsere Hochbeete ab.

Diese liefern übrigens nicht nur das Gemüse für meine Familie und Renates Mini-Hofladen, sondern auch jede Menge Grünfutter für unsere Hühner und Haushasen.

Auf diese Art und Weise bilden unsere Nutztiere und der Gemüsegarten eine lebendige, dynamische und absolut untrennbare Einheit.  ;-)))

Jetzt stellt sich nur noch eine Frage: 
Wer hat nächstes Wochenende Zeit und Lust um zum Schaufeln vorbeizukommen?   ;-)))

Bis bald, 


alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

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Freitag, 17. Juli 2015

Lieber alte Haushuhnrassen!

Heute erzähle ich euch von meinen Erfahrungen, die ich mit Masthühnern gemacht habe, und erkläre euch, warum ich robuste alte Haushuhnrassen, oder Mischlingshühner für die bessere Wahl halte.

Dass sie sich sowohl als Eier-, als auch als Fleischlieferanten gleichermaßen eignen, ist nur ein Grund dafür.
Das ist unser Hühner-Nachwuchs:
40 Jungtiere aus 3 Schlüpfen im Alter von 1-4 Monaten.


Leider sind 2 Küken gleich nach dem Schlupf gestorben, weil sie wohl zu schwach waren, um zu Überleben.

Seither war keines von unseren Jungtieren jemals krank. Sie hatten weder Durchfall, Hühnerschnupfen, oder sonstige Hühnerkrankheiten.

Es sind keine Medikamente oder Vitaminpräparate notwendig, damit unsere Junghühner und -hähne gut gedeihen.

Sie benötigen nach der Kükenzeit kein spezielles Hühnermastfutter mehr, sondern werden ausschließlich mit Getreide und Grünfutter aufgezogen. Manchmal verwöhnen wir sie zusätzlich mit ein paar gekochten Kartoffeln.

Das habe ich alles schon ganz anders erlebt, als ich mehrmals (von verschiedenen Hühnerfarmen) Mastküken kaufte.

Weil Masthühner so schnell wachsen und schon nach 6-8, spätestens aber nach 12 Wochen schlachtreif sind, wollte ich mit ihnen unseren Hühnerfleischbedarf decken. Dabei habe ich mein blaues Wunder erlebt!

Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass diese Mastküken, so süß, flauschig und schön sie als Eintagesküken auch aussahen, jedes Mal - trotz optimalen Bedingungen - ganz schnell an Durchfall erkrankten, wenn ich ihnen nicht regelmäßig Geflügelantibiotika verabreichte.

Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich den Geflügeltierarzt bemühen musste, um meine armen kranken Tiere mit Medikamenten, die übrigens ein Schweinegeld kosteten, kurieren zu können.

Dabei kann ich noch von Glück reden einen so korrekten Menschen kennengelernt zu haben, der bereit war, einer Privatperson zu helfen. Alle anderen Geflügeltierärzte, die meistens für Hühnerzuchtanlagen tätig sind, haben sich nicht dazu herabgelassen.

Ich habe, nebenbei bemerkt, die Erfahrung gemacht, dass man "normale Tierärzte" in unserer Region gar nicht erst nach Rat zu fragen braucht, wenn ein Huhn krank wird.
Diese kennen sich offensichtlich ganz wunderbar mit Katzen, Hunden, Meerschweinchen und Reptilien aus, aber von Nutztieren, die heutzutage hierzulande aus der Mode gekommen sind, haben die meisten überhaupt keine Ahnung!

Zurück zu meinen Masthühnern:
Trotz Hühnerantibiotika (sowohl vorbeugend als auch zum Kurieren) lag die Sterberate meiner Mastküken jedesmal über 50 %, und am Ende hat es mich davor gegraust, das Fleisch zu essen. Mahlzeit! :-(((

Schon bald haben wir mit den Mastküken ganz aufgehört.

Seither machen wir es lieber so, wie es die Menschen vor der Entstehung riesiger Hühnerzuchtbetriebe immer schon gemacht haben: 

Wir brüten die Eier unserer bunt gemischten Haushuhnschar entweder selber (im Bruapparat) aus, oder lassen brutwilligen Glucken das Vergnügen Mama zu werden. 





Diesen Nachwuchs ziehen wir auf.

Die Hühner werden im nächsten Jahr gute Eier legen, die Hähne decken unseren Jahresbedarf an Hühnerfleisch ab.




Bei diesen alten Haushuhnrassen und Mischlingen dauert es im Vergleich zu Masthühnern
- statt 3 Monaten  - ca. 8 Monate, bis sie schlachtreif sind und
- statt 30 Minuten - ca. 3 Std., bis sie weich geschmort sind.

Das Muskelfleisch von Freilandhühnern ist dunkler und widerstandsfähiger als das weiße Fleisch von ganz jungen Masthühnern, die so eng gehalten werden, dass sie sich kaum bewegen können.

Haushühner
  • haben ein dunkleres Fleisch (Muskelfleisch) als ganz junge Masthühner. Das liegt daran, dass sie älter werden, sowie ganzjährig im Freien herumlaufen wo sie Sonne, Wind und Regen zu spüren bekommen. 
  • brauchen im Normalfall keine Medikamente, daher enthält ihr Fleisch keine Medikamentenrückstände und 
  • der Genuss ihres Fleisches löst daher keine Antibiotikaresistenzen bei Menschen aus.
  • schmecken intensiver als als Masthühner. Allerdings muss man wissen, wie man sie richtig zubereitet. ;-))) 
Wenn man selber Hühner hält, züchtet, großzieht und Tag für Tag für ihr Wohlergehen sorgt, lernt man ihren Wert besser zu schätzen.

Aus meinen alten Legehennen würde ich, obwohl sie nur noch selten ein Ei legen, trotzdem keine Suppe kochen. Dazu sind sie mir zu sehr ans Herz gewachsen.

Wir überlegen es uns gut, ob es heute Fleisch sein muss, und wenn dann doch einmal welches auf den Tisch kommt, ist es für uns keine Selbsverständlichkeit.

Natürlich kaufe ich immer hin und wieder Fleisch zu. Dann sehe ich es jedoch mit ganz anderen Augen als früher!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
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Mittwoch, 29. April 2015

Vom Ei zum Küken - Geschafft!

Es hat recht lange gedauert, aber nun ist es endlich geschafft:

Das erste Küken ist geschlüpft!

Seine Geschwister versuchen es ihm jetzt auch gleichzutun.

Die einen haben ihre Schale schon mit Hilfe ihres Eizahns angepickt und brechen sie nun Stück für Stück weiter auf, bis sie sich daraus befreit haben.

Diejenigen, die die Luftblase bereits angepickt haben, piepen fest im Chor und verständigen sich auf diese Weise miteinander. Langsam wird das Pfeifkonzert hier in meinem Büro, wo der Brutapparat aufgestellt ist, damit ich ihn zu jeder Zeit unter Beobachtung haben kann, immer lauter. :-)))

Leider passiert es immer wieder, dass Küken "stecken bleiben".
Die Armen sind zu schwach dafür aus ihrem Ei zu schlüpfen.

Die meisten Züchter sind der Meinung, man solle in dem Fall der Natur ihren Lauf lassen und die Kleinen einfach im Ei sterben lassen, weil diese ohnehin zu schwach zum Überleben wären.

Obwohl das oft zutrifft, bringe ich das echt nicht übers Herz. Darum helfe ich trotzdem nach. "Hilft´s nicht, schadet´s nicht."
Dabei kann es passieren, dass die Küken behindert auf die Welt kommen, und man sie später töten muss, damit sie nicht qualvoll verhungern und verdursten müssen, weil sie es nicht zum Futter und zum Wasser schaffen.
Einige sterben später von selber, weil sie tatsächlich zu schwach zum Überleben sind.
Die meisten jedoch überleben und werden später gesunde kräftige Hühner oder Hähne.

Darum bin ich der Meinung, dass es einen Versuch wert ist, schwächeren Küken aus dem Ei zu helfen.

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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Dienstag, 28. April 2015

Vom Ei zum Küken - Der Schlupf beginnt!

Ich habe es mir ja doch nicht eingebildet!
Das leise Piepen kommt aus dem Brutapparat, wo das erste Küken gerade anfängt zu Schlüpfen!

Sogar nach jahrelanger Hühnerzucht grenzt es für mich jedes Mal wieder an ein Wunder, wenn sich ein kleines süßes flaumiges Küken aus der Eierschale herauskämpft.

Ob dieses hier gelb oder eher dunkel sein wird?

Das werden wir schon bald sehen!
Ungeduld wäre in diesem Moment leider tödlich für das Küken.

Würden wir ihm jetzt aus seinem Ei heraushelfen, indem wir das Ei aufmachen und die Schale abschälen, dann würde es gleich verbluten, weil sich sein Adernsystem immer noch  nicht ganz von der Eihaut getrennt hat.
  
Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
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