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Donnerstag, 16. Juli 2015

Das Holzbackofen Kochbuch (Buch)

Ich bin einfach unverbesserlich:

Kaum sind meine Kinder für ein paar Tage verreist, bin ich schon am Überlegen, welche leckeren Speisen ich zubereiten werde, sobald sie wieder da sind.

Jetzt, wo unser Lehmbackofen durch ein neues Dach verbessert worden ist und sogar einen Schornstein mit Regenkappe erhalten hat, steht dem Kochen, Braten, ... im Freien ja gar nichts mehr im Weg!   :-)))

Da kommt mir "Das Holzbackofen Kochbuch" gerade recht!

Das Buch macht gleich auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck.

In der Einführung werden verschiedene Arten von Holzbacköfen vorgestellt, es wird ganz kurz auf den Aufbau, die Funktionsweise, das nötige Zubehör und die Ausstattung eines solchen Ofens, sowie das richtige Brennmaterial eingegangen und es wird erklärt, wie man das Feuer richtig anzünden und kontrollieren muss.

Das Buch bietet verschiedene Menüvorschläge vom Frühstück bis zum Abendessen mit Zeitangaben und eine Fülle an Rezepten.

Der Rezeptteil ist in 6 Kapitel gegliedert:
Pizza, Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, Vegetarische Gerichte und Gemüse, Brot, sowie Nachtisch und Kuchen.

Mir schwebt da ein Koch-Wochenende von Freitag bis Sonntag vor, worauf ich mich schon sehr freue! Fragt sich nur noch, wer sich für die nächtliche Feuerwache bereit erklärt? ;-)))

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

https://unserselbstversorgergarten.blogspot.co.at/
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Projekt Lehmbackofen - erste Verbesserungsmaßnahmen

Vielleicht erinnert ihr euch daran, dass unser Ofendach gleich beim ersten Versuch im neuen Lehmbackofen Brot zu backen zerschmolzen ist?

Dem Holzofen ein Dach aus Plastik zu geben war wohl keine so gute Idee.

Ein weiterer Grund für dieses Missgeschick war der damals fehlende Kamin.

Der ganze Rauch und die große Hitze konnte nur durch den offenen Ofenmund entweichen, sammelte sich direkt unter dem Dach und brachte so die Plastikpanele zum Schmelzen.


Jetzt hat mein Mann ein Blechstück zwischen Ofenrohr und -dach eingepasst, das neue Dach mit OSB-Platten eingedeckt, und das ganze mit Teerpappe isoliert. Von oben, versteht sich. Mal sehen, wie sich diese Lösung bewähren wird.

Durch den nachträglichen Einbau eines Ofenrohres ist das Arbeiten am Ofenmund gleich viel angenehmer geworden.

Blöderweise ist kurz darauf Regenwasser durch den Kamin in den Ofen geflossen und an einer anderen Stelle wieder herausgeronnen, wodurch ein großer Brocken Lehm vom Sockel in Form eines Matschhaufens am Boden gelandet ist. :-(((

Dieser Wasserschaden konnte zum Glück schnell behoben werden, indem wir die Masse wieder an ihren Platz zurückgepappt haben. ;-)))

Mittlerweile hat unser Ofenrohr ein Regenhütchen bekommen, wodurch so etwas hoffentliich nicht wieder vorkommen kann!

Obwohl der Ofen anstandslos funktioniert, ist er immer noch nicht fertig.

Langsam frage ich mich, ob so mein Lehmbackofen überhaupt jemals fertig sein wird???

Ich schätze, es wird ständig etwas zum Aus- oder Verbessern geben, wir werden immer wieder die eine oder andere Idee haben, und dann erneut ans Werk gehen.

Feine Risse müssen in regelmäßigen Zeitabständen mit einer frisch angerührten Lehmmasse ausgebessert werden.

Jetzt gerade überlegen wir, womit man den Lehmbackofen (vor allem den Sockelbereich) verputzen könnte, damit ihm Schlagregen nichts mehr anhaben kann.

Die ganze Sommerküche- und den Lehmbackofen bei Schlechtwetter mit Planen zuzuhängen hat sich zwar als funktionierende, aber noch nicht als die ultimative Lösung erwiesen.

Schnell die richtige Plane in der geeeigneten Ausrichtung für die passende Position zu finden zu müssen empfinde ich - insbesondere, wenn es mal wieder ganz schnell gehen muss, weil ein Unwetter aufzieht - ziemlich nervenaufreibend.

Beim letzten Mal musste ich mir beim Dichtmachen direkt einen Schutzhelm aufsetzen, damit die Hagelkörner mich nicht am Kopf trafen!

Außerdem flattern die Planen bei Sturm gerne hoch.
In solchen Fällen kriege ich vor lauter Angst, dass der Regen meinen Lehmbackofen davonschwemmen könnte immer die Krise! 

Hierfür fehlt mir aber immer noch die zündende Idee.
Ich habe sogar schon überlegt, ob wir nicht vielleicht aufklappbare Wände bauen könnten, die im geöffneten Zustand als Sonnendach fungieren würden. Doch wie macht man sie sturmsicher und gewährleistet, dass sie nicht herunterfallen und dann am Ende noch jemanden erschlagen? ...

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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Dienstag, 2. Juni 2015

Projekt Lehmbackofen - Beginn der Testphase ...

Endlich ist unser Ofen so weit, dass man ihn ausprobieren kann.

Mittlerweile haben wir Pizza, Flammkuchen und Brot gebacken, es ist alles sehr lecker geworden! :-)))

So sieht es aus, wenn saftige Hühnerkeulen im Lehmbackofen schmoren.
Schade, dass ein Foto den wunderbaren Duft nicht wiedergeben kann! ;-)))

Die Mühe hat sich gelohnt: Im Lehmbackofen bekommen alle Lebensmittel einen ganz besonderen Geschmack mit einer leicht rauchigen Note. Wir sind echt begeistert!

Von "fertig" kann aber noch lange nicht die Rede sein...
Immer noch sind wir ständig am tüfteln, wie wir unser Bauwerk weiter optimieren können.

Der Regen hat uns schon sehr bald gezeigt, dass der Ofen unbedingt ein Dach braucht, weil er sonst weggewaschen wird.

Es war leider eine naive Annahme, dass der Lehm nach dem Trocknen fest genug wäre, sodass das Wasser von ihm abperlen würde...

Immer wieder entdecken wir neue Risse, die mit frisch angerührtem Lehm zugeschmiert werden müssen. Sobald seine Oberfläche nicht mehr reißt, bekommt der Ofen einen hübschen Kalkanstrich.

Mal sehen, wie lange es noch dauert, bis es so weit ist ...

Anfangs ist es eine echte Herausforderung das Feuer im Ofen anzuzünden und am brennen zu halten.
Es erfordert ein bisschen Fingerspitzengefühl, es immer weiter nach hinten zu schieben, ohne, dass es ausgeht. 

Ist die Ofentür zu, erlischt das Feuer, weil kein Sauerstoff dazu kann.
Die drei Mini-Löcher in der Ofentür lassen leider viel zu wenig Luft durch.

Lässt man die Tür jedoch offen, dann entweicht der Rauch durch den Ofenmund, vernebelt die ganze Sommerküche und macht es einem unmöglich zu atmen.

Gleich beim ersten Versuch den Ofen aufzuheizen habe ich es auf diese Art zustande gebracht, mein neues Dach zuerst braun zu färben und dann zum Schmelzen zu bringen! :-(((

In der Zwischenzeit haben wir eine Lösung gefunden, am Ofenmund genug Frischluft in den Ofenraum zu lassen, den Rauch jedoch durch das Ofenrohr hinauszuleiten, indem wir die oberen 2/3 des Ofenmundes mit einem einfachen Stück Blech verschließen.

Die Ofentür kommt im Prinzip nur noch zum Einsatz, wenn der Ofen nach stundenlanger Befeuerung ganz heiß ist.

Sie dient dann einzig und allein dem Zweck, die Hitze im Ofen zu halten und ein schnelles Abkühlen zu verhindern.

Optimal wäre es natürlich, wenn man nun auch noch das Ofenrohr verschließen könnte. Hmmm, wie könnte man das machen?

Jetzt muss ich aber los, der Garten wartet.

Bis zum nächsten Mal!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
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Dienstag, 19. Mai 2015

Projekt Lehmbackofen - Zwischenbericht

Sich für den geeigneten Standort für den Lehmbackofen zu entscheiden ist gar nicht so einfach, doch irgendwann konnten wir uns auf ein Plätzchen direkt neben unserer Sommerküche einigen.

Nun konnte es endlich mit dem Bau losgehen:

Das Fundament war schnell betoniert.







Der Unterbau trägt den Ofen und bietet Platz für den Holzvorrat.

Als Isolierschicht zwischen der betonierte Zwischendecke und der Backfläche haben wir uns für (mit etwas Zement vermischtes) Perlit entschieden.


Hier entsteht gerade die Backfläche aus Schammotte-Steinen.

Wir haben sie ziemlich groß gebaut, damit man später auch einen großen Braten schmoren oder eine Riesenpizza backen kann! ;-)))


Jetzt wird ein Erdhaufen errichtet, den wir mit Folie abgedecken. Darüber kann nun die Kuppel aus gestampftem Lehm geformt werden.

Das ist eine richtige Sauerei, die aber wirklich Spaß macht!

Wir arbeiten leere Flaschen (zur besseren Hitzespeicherung) und etwas Hasendreht (zur Stabilisierung der Lehmkuppel) in die Lehmschicht ein.

Aus der getrockneten, erstarrten Kuppel muss  später nur noch die Erde durch den Ofenmund herausgeholt werden.

Jetzt ist der Lehmbackofen im Grunde fertig und kann perfektioniert werden!  :-)))

Bis bald,



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Dienstag, 21. April 2015

Projekt Lehmbackofen - eine Shopping-Tour der anderen Art ...

Manche Frauen bringen einen Berg Schuhe von ihrer Shopping-Tour mit, ich kaufe lieber einen Haufen Lehm-Erde...   :-)))

Nach langem Hin- und Herüberlegen sowie einigen hitzigen Diskussionen darüber welche Art Holzbackofen wir eigentlich bauen wollen, wie groß er werden soll und wo der optimale Platz dafür wäre, hat der Familienrat im Hause Duschnig entschieden:

Wir werden einen traditionellen Holzbackofen errichten, wie ihn Menschen bereits vor tausenden von Jahren bauten und verwendeten.

Voller Feuereifer machten wir uns sofort daran zu schauen, wo wir die dafür benötigten Baumaterialien überhaupt herkriegen ... und es folgte ein netter Ausflug gemeinsam mit unserem lieben Freund Laci zum Lagerplatz des Bagger-Unternehmens Hardteck Alexander, um zu kontrollieren, ob der dort angebotene Lehm für unsere Zwecke geeignet ist.

Wir waren auf der Suche nach Erde, die sich, wenn man sie mit Stroh, Sand und Wasser mischt, nach dem Trocknen zu einem sehr harten und widerstandsfähigen Material verwandelt.
Im Idealfall wird die Masse nach dem Aushärten hart wie Beton.

Es ist echt wichtig, dass die Qualität des Ausgangsmaterials, also des Lehms, genau passt, damit man damit die Kuppel des Backofens gut formen kann, welche daraufhin hoffentlich schnell aushärtet und später nicht wieder einstürzt!

Währenddessen wir uns über Stock und Stein an diversen Materialbergen vorbei den Weg zu "unserem Lehmhaufen" bahnten, war ich nebenbei bemerkt, echt froh, dass ich meine hohen Bergschuhe angezogen hatte!   ;-)))

Auf unserem Weg kamen wir auch an einem riesigen Schutthaufen vorbei.
Sofort stachen uns die weggeworfenen alten Mauerziegeln ins Auge, die zum Teil sogar noch das alte K&K Wappen tragen. Sie sollten zu Betonschotter zerkleinert werden. Ist denn das zu fassen?

"Wer schmeißt denn so etwas weg?", war mein erster Gedanke...

Freundlicherweise durften wir uns die Steine rausfischen und mitnehmen.
Ich konnte mein Glück kaum fassen, als schon bald darauf zwei Kubikmeter beste Lehmerde und ca. 300 alte Ziegelsteine in meinem Garten abgeladen wurden!

Danke, lieber Alex!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
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