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Donnerstag, 27. April 2017

Löwenzahnhonig ... natürlich selbstgemacht! (Rezept)

Schon die Kleinsten kennen und lieben ihn:

Den Löwenzahn, dessen Blüten unsere Wiesen und Gärten jetzt im April in sattes Gelb tauchen, und sich bald darauf von heute auf morgen zu Pusteblumen entwickeln.

Dann macht es nicht nur den Kindern Spaß, die kleinen Fallschirme fortzublasen, dessen Flugfrüchte oft kilometerweit im Gleitflug dahinschweben, bevor sie zu Boden sinken um sich dort mit ihren Widerhaken zu verankern.

Auf diese Weise kann aus einem klitzekleinen Flugsamen sogar in einer winzigen Mauerritze mit wenig Erde eine neue Pflanze entstehen.

Der Löwenzahn ist eine gute Bienenweide, eignet sich hervorragend als Grünfutter für Nagetiere, und gehört als eines der ersten Wildkräuter des Jahres, besonders jetzt im Frühling, unbedingt auch auf unseren Tisch.

Er regt unsere Verdauung an, unterstützt die Leber- und Gallefunktion, und wird auch bei Erkältungskrankheiten empfohlen.

Um diese Jahreszeit trinke ich gerne Löwenzahntee, gebe junge Blätter in alle möglichen Wildkräutergerichte, lege die Knospen als Kapern ein, stelle Zitrus-Löwenzahnblütensirup her, oder mache eine Stengelknabberkur.

Einmal im Jahr stelle ich unseren Jahresbedarf an Löwenzahnhonig her, der auf ein Butterbrot gestrichen wunderbar zum Frühstück passt.

Vielleicht habt ihr auch Lust, es zu versuchen?

Zutaten:
  • 3 Hand voll Löwenzahnblüten
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 1 Orange
  • 2 Zitronen
Anleitung:
  • Die Löwenzahnblätter mit dem Wasser aufgießen, und 2 Std. kalt ziehen lassen.
  • Danach aufkochen, den Herd aber sofort wieder abdrehen.
  • Jetzt den Saft 1 Orange und 1 Zitrone hinzufügen, die 2. Zitrone in möglichst dünne Scheiben schneiden und dazugeben.
  • Zudecken und über Nacht stehen lassen.
  • Am nächsten Tag abseihen, wobei die Blüten und Zitronenscheiben gut ausgedrückt werden.
  • Den Zucker dazugeben und dann
  • alles so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit eine honigartige Konsistenz bekommt.
  • Das dauert ... 
  • Achtung! Der Löwenzahnhonig darf nicht wallend kochen, sondern nur so sehr erhitzt werden, dass Luftbläschen aufsteigen.
  • Außerdem ist darauf zu achten, dass man ihn nicht zu fest einkocht. 
  • Es empfiehlt sich, zur Kontrolle, immer wieder eine Gelierprobe zu machen, weil die Flüssigkeit nach dem Erkalten fester ist, als im warmen Zustand!
Viel Spaß beim Ausprobieren!

Bis bald,

alles Liebe,
eure Renate!

zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

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Freitag, 6. März 2015

Nationalpark Balaton Felvidék/Ungarn (Reisebericht Tag 1)

Dieses Wochenende verbringe ich mit meiner Familie im Nationalpark Balaton Felvidék.

Bei wundervollem Wetter konnten wir schon bei der Herfahrt die wunderbare Landschaft mit den für die Region typischen Basaltbergen bewundern.
 
Geplant sind lange Spaziergänge am Plattensee-Ufer, wo um diese Jahreszeit eine ganz besondere Stimmung herrscht. Wir wollen nachsehen, was in den Sümpfen los ist und einen ganz besonderen Markt besuchen.

Das Naturschutzgebiet erstreckt sich entlang des nördlichen Balaton-Ufers, von Balatonszőlős bis zum Kis-Balaton.
Obwohl es in dieser Region vor einigen hundert Jahren noch weitaus mehr Sumpfgebiete gegeben hat, haben sich die Lebewesen dennoch sehr gut an die heutigen Lebensräume angepasst.

Mit etwas Glück kann man hier einige streng geschützte Pflanzen- und Vogelarten beobachten.

Der Nationalpark Balaton Felvidék ist eine Schatztruhe voller Sehenswürdigkeiten und geologischen Eigenheiten.

Oberirdisch laden unzählige Wanderrouten und (teilweise mehrsprachige) Lehrpfade dazu ein, die Gegend mit ihren stumpfkegeligen Inselbergen, Basalttufffelsen und Gysirkegeln zu erkunden.

Unterirdisch sind einige interessante Höhlensysteme zu finden.

Die die Csodabogyó-Höhle ist eine bekannte ungarische Tropfsteinhöhle, und in der "Tavasbarlang"-Höhle in Tapolca kann man sogar Boot fahren!

Ca. 5 km östlich vom Plattensee, in Hévíz, badet man im größten natürlichen und biologisch aktiven Thermalsee der Welt. Der See hat eine Fläche von rund 4,4 Hektar und wird durch eine Thermalquelle aus einem Krater in 38 Metern Tiefe gespeist. Die Quelle ist mit 410 Litern pro Sekunde derart ergiebig, dass sich das Wasser innerhalb von 48 Stunden komplett austauscht.

Egal, ob man sich für Burgen, Schlösser und Festungen interessiert, oder lieber ein Büffelreservat besuchen will -
im Nationalpark Balaton Felvidék findet bestimmt jeder ein interessantes Ausflugsziel nach seinem Geschmack!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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