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Freitag, 27. März 2015

Hilfe, die Insekten sterben!

Alarmierende Nachrichten über das Thema Bienensterben ... 

Obstbauern und Gärtner, die Sorge haben, ob ihre Obstbäume und Gemüsepflanzen ausreichend bestäubt werden ... 

Imker, die darüber klagen, dass ihre Bienen eingehen ... 

Erwachsene, die sich wundern, wo all die schönen Schmetterlinge und Libellen aus ihrer Kindheit geblieben sind ... 

Insektenfressende Vögel, die keine Nahrung finden und darum immer weniger werden ... 

Wo soll das hinführen?
Was können wir tun? Oder anders gefragt:
Welchen Beitrag kann jeder einzelne von uns leisten um ein intaktes Ökosystem zu fördern?

Problem 1: Giftige chemische Spritz- und Düngemittel ...

Dass deren Verwendung uns, sowie unserer Umwelt nicht gut bekommt, ist mittlerweile bei den meisten von uns angekommen.

Zum Glück gibt es immer mehr Leute, die nachhaltig biologisch gärtnern anstatt ihre Umwelt zu vergiften!

Doch auch wer keinen eigenen Garten hat, kann etwas tun.
Kunden, die Bio einkaufen, unterstützen Bauern, die Bio-Landwirtschaften betreiben und leisten so (oft unbewusst) einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Umweltschutz.  

Problem 2: Oftmals sehr monotone Kulturlandschaften ...

Jetzt im Frühling finden unsere heimischen Insekten noch Nahrung, doch was bzw. wie viel werden sie zum fressen haben, sobald die Hauptblütezeit des Löwenzahns, der Obstbäume, früh blühenden Wildsträucher und Rapsfelder vorbei ist?

Aus Mangel an blütenreichen Mähwiesen, Weiden und Krautsäumen, durch intensives Mähen und die unkrautfreie Anbaupraxis auf landwirtschaftlichen Flächen finden Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten während des Sommers oft viel zu wenige Blüten von denen sie sich ernähren können.

Chemisch unkrautfrei gehaltene Rasenflächen und akkurat gestutzte Thujen prägen auch in privaten Gärten oft das Bild.
Leider sind Thujenhecken leblose immergrüne giftige Mauern, die unserer heimischen Tierwelt weder als Nahrungquelle, noch als Lebensraum dienen können!

Problem 3: Blumenzüchtungen mit gefüllten anstatt ungefüllten Blüten ...

Die wunderschönsten Blumen haben keinen ökologischen Nutzen, wenn, unsere Insekten nicht in die Blüte hineinkönnen und somit auch nicht an den Blütennektar rankommen!

Hier kommen unsere Gärten und Balkone ins Spiel.

Wenn den Menschen bewusst würde, welchen riesen Beitrag sie leisten könnten ...
und einer anfinge wieder Lebensräume für unsere heimische Tierwelt zu schaffen ...
dann sein Nachbar und dann wiederum der nächste ...

Vielleicht könnt ihr ja die eine oder andere Idee umsetzen:
  • Meidet chemische Spritz- und Düngemittel!
  • Greift beim Einkaufen auf Bio-Produkte!
  • Begrünt eure Balkone mit Kräutern und einfach blühenden Blütenpflanzen und holt sie in eure Gärten!
  • Pflanzt Wildstrauchhecken oder einzelne Wildsträucher in euren Gärten 
  • Wilde Ecken im Garten, eventuell
  • ein Asthaag, der über Jahre nicht weggeräumt wird bieten vielen heimischen Insekten, aber auch dem Igel und verschiedenen Reptilien Unterschlupf.
  • Insektenhotels, vielleicht inmitten der Naturhecke bieten Lebensräume.
  • Schon eine kleine Blumenwiese ist Gold wert und sieht obendrein wunderhübsch aus!
  • Gründüngungspflanzen als Vor- und Zwischenkultur auf Gemüsebeeten sind ein idealer Pollen- und Nektarspender für Schmetterlinge und Bienen!

Überlegt mal, wie groß der Lebensraum werden könnte, wenn man die Fläche aller Privatgärten zusammennimmt!

Wenn nicht bald etwas geschieht, dann werden zuerst die Bienen und dann die Menschen aussterben.  ...
Naja. Vielleicht wäre das gar kein allzugroßer Fehler, wenn man sich anschaut, was wir unserer Mutter Erde antun!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

https://unserselbstversorgergarten.blogspot.co.at/
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Sonntag, 8. März 2015

Rückkehr der Zugvögel an ihre Brutplätze am Balaton (Reisebericht - Tag 3)

Seht ihr den weißen Vogel inmitten des Sumpfgebietes?

Das ist einer der ersten Silberreiher, die dieses Jahr von ihren Winterdomizilen zurückgekommen sind!

Diese eleganten Zugvögel leben gerne an Schilfgürteln an Seen, bzw. in Sümpfen, die mit Bäumen und Büschen bewachsen sind, dabei ernähren sie sich von Insekten, Fröschen, Fischen und Mäusen.

Ihre Flügelspannweite ist riesig und kann bis zu 170 cm betragen. Die Vögel beim Abheben zu beobachten ist wirklich ein tolles Erlebnis!
Störche sind jetzt, Anfang März, aber noch keine da. Ihre Neste sind noch ganz verwaist, doch auch sie werden schon bald wieder hierher zurückkehren.

Wusstet ihr, dass ein Weißstorchenpaar oft über Jahrzehnte hinweg den gleichen Horst
aufsucht und ihn jedes Jahr weiterbaut? So kann ein Horst mehrere Meter hoch und bis zu 2 Tonnen schwer werden!   ;-)))
Gerne hätte ich euch gezeigt, wie wunderschön die Vegetation in einem Moor aussieht, aber es ist leider noch zu früh im Jahr, und das Grün lässt noch auf sich warten.

Bestimmt werden wir in ein paar Wochen mehr Glück haben und können vielleicht sogar seltene Orchideenarten und Ringelnattern beobachten.


Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

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Samstag, 7. März 2015

Der Balaton - einmal ganz anders (Reisebericht - Tag 2)

Anfang März zeigt sich am Nordufer des Plattensees ein völlig anderes Bild, als man es vom Sommerurlaub gewöhnt ist.

Im Hafen, wo im Sommer von früh bis spät Touristen unterwegs sind, Ausflugsboote ab- und anlegen und ein bunter Haufen Segelboote vor Anker liegen, herrscht noch völlige Leere.

Typisch für diese Jahreszeit ist eine tiefe Stille, die nur vom Vogelgezwitscher oder dem Rauschen des Windes und des Wassers unterbrochen wird.

Für Ruhe- und Erholungssuchende ist diese Jahreszeit perfekt um so richtig Kraft zu tanken. Sonnige Tage laden bereits jetzt dazu ein, spazieren zu gehen, die Gegend zu erwandern oder Fahrradtouren zu machen.

Unsere Unterkunft befindet sich etwas außerhalb des Sommerferienortes Szigliget, inmitten von Wochenendhäusern, die vorwiegend in der warmen Jahreshälfte genutzt werden. Dementsprechend wenigen Menschen begegnet man und es fährt nur ganz selten ein Auto vorbei.

Im Laden, wo sich im Sommer Touristen ihre Verpflegung einkaufen, trifft sich von Herbst bis Frühling höchstens eine Handvoll Einheimischer um an den Wochenenden Karten zu spielen.
Wer zu dieser Jahreszeit einkaufen will, fährt in die 15 km entfernte Stadt Tapolca.

Was für ein Glück, dass man wenigstens für einen guten Tropfen Wein keinen weiten Weg hat:
Im Weinkeller "Güns Pince" (Homepage) kann man ganzjährig prämierte Weißweine verkosten.

Das 100 jährige-Weingut wurde von der Familie Güns liebevoll renoviert und zu einem Gästehaus umgebaut. Auf Vorbestellung verwöhnt Kati Güns ihre Gäste mit ungarischen Spezialitäten, die sie in einem traditionellen Backofen zubereitet.

Jetzt, wo der Frühling beginnt, kehrt in den Urlaubsorten langsam wieder Leben ein.
Vereinzelt sieht man an sonnigen Tagen den einen oder anderen Besitzer der für die Gegend typischen schilfgedeckten Häuser vorbeikommen um im Garten nach dem Rechten zu sehen und sein Haus in Ordnung zu bringen.

Überall wird nach und nach mit der Arbeit in den Wein- und Obstgärten, sowie auf den kleinen Äckern begonnen.

Auch am Hafen trifft man an warmen Tagen  immer mehr Hobbyfischer, die die warmen Sonnenstrahlen, sowie die gute Luft genießen.

Es dauert nicht mehr lange und die Urlauber kehren hierher zurück.

Der Tennisplatz, die Restaurants, die Ruine Szigliget mit ihrer Sommerbühne, aber auch der Strand mit seinem Bootsverleih nehmen dann wieder ihren Betrieb auf.

Dass hier in den Sommerferienwochen so richtig viel los ist und die Urlaubsgäste jedes Wochenende in der Stranddisko "Szigliget Beach" bis in die Morgenstunden feiern, kann man sich jetzt, Anfang März, eigentlich noch gar nicht so richtig vorstellen.

Im Sommer kommen hier neben den vielen Sonnenanbetern und Sportlern auch Kulturinteressierte auf ihre Kosten.
Während der Szigliget-Festspielwochen finden hier täglich verschiedenste Veranstaltungen - sowohl auf der Burgruinen-Bühne, als auch auf der Strandbühne statt.

Mit den Einnahmen bemüht sich der Ort Szigliget ihre Burg zu rekonstruieren und Wander- sowie Fahrradwege auszubauen.

Fazit: Die Region ist auch außerhalb der Sommersaison sehr empfehlenswert, wenn man gerne entspannen und Kraft tanken will! Wir kommen bestimmt bald wieder.

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

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