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Donnerstag, 28. März 2019

Ahorn-Babies

Beim heutigen Morgenspaziergang entdeckt: Ahorn-Babies!

Kaum vorstellbar, dass aus diesen kleinen Dingern so große Ahornbäume werden können, in deren heiteren Spiel von Licht und Schatten es Kinder so sehr lieben mit den Propellern zu spielen, oder?

Wusstet ihr eigentlich, dass alle heimischen Ahornarten früher einmal wichtige Speisebäume, das heißt Futter- und Nahrungslieferanten waren, deren Blüten, Blätter und Samen Mensch und Vieh satt machten?

Seither ist es fast schon ganz in Vergessenheit geraten Ahornblüten im Salat zu verwenden, Blätter wie Weinblätter einzulegen, die Samen aus den Flügelfrüchten zu rösten, und die Blätter, Rinde, Knospen und Baumsäfte in der Heilkunde zu verwenden.

Schade, eigentlich, wo der Baum doch so gut gegen Hautprobleme, Juckreiz, Schwellungen, Magenprobleme helfen, und bei der Entgiftung und zur Stärkung des Immunsystems beitragen kann!

Bis bald,

alles Liebe,
eure Renate


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Donnerstag, 30. März 2017

Kennt ihr Winterheckenzwiebeln?

Habt ihr eigentlich schon einmal Winterheckenzwiebel gesehen?

Diese Vertreterin der vielfältigen Zwiebelfamilie stammt ursprünglich aus China, wo sie auf viele Arten zubereitet wird.

Leider ist sie bei uns noch relativ unbekannt.
Schade eigentlich! Ich finde sie nämlich echt klasse, weil sie, wie ihr Name schon sagt, sogar im Winter, oder bessergesagt im zeitigen Frühjahr geerntet werden kann.

Dabei verwendet man die bis zu 50 cm hoch werdenden grünen Stängel, wie Schnittlauch oder Porree, indem man sie einfach abschneidet. Sie wachsen dann immer wieder nach.

Diese passen wunderbar auf´s Tomaten- oder Schmalzbrot, in Suppen, Dipps, Curries oder Salate und wirken so vorbeugend gegen Grippe und Erkältungskrankheiten, unterstützen die Verdauung und regen den Appetit an.

Natürlich könnte man auch die Zwiebel selber verwenden, was ich persönlich nur recht selten mache, weil ich sie zum Aufessen einfach zu schade finde. Auf diese Art und Weise ginge ja die ganze Pflanze verloren!

Wunderschön und ebenfalls sehr gut in der Küche zu verwenden ist die aus etwa hundert Einzelblüten bestehende weiße oder rosarote Blüte, die als Bienenweide auch bei unseren Insekten sehr beliebt ist.

Leider hat es Jahre gedauert, bis die Winterheckenzwiebel in unseren Garten kam ...

Erst konnte ich nirgendwo ein Exemplar ergattern, das ich in meinen Garten einpflanzen hätte können. Das einzige was ich im Handel fand waren Samen, und es sollte noch Jahre dauern, bis es mir nach vielen Misserfolgen endlich gelang selber Pflanzen zu ziehen.

Jetzt, wo sie da sind, sind sie jedoch völlig unproblematisch.
Ihr Standort sollte sonnig, die Erde sandig sein. Sie brauchen kaum Pflege, kommen auch mit Trockenheit gut zurecht und treiben jedes Jahr zuverlässig neu aus.

Weil sie, wie alle Zwiebelgewächse, Tochterzwiebeln bekommen, bildet die Winterheckenzwiebel mit den Jahren dichte Horste, die gut geteilt werden können.

Vor ein paar Tagen war es bei uns endlich so weit:
Wir gruben unsere Horste aus, teilten und pflanzten sie in ein frisches Beet, wo sie sich hoffentlich fleißig weiter vermehren werden.

Wer in meiner Nähe wohnt, und auch gerne weiß blühende Winterheckenzwiebel in seinem Garten hätte, kann gerne bei uns vorbeizukommen.

Wir geben ein paar Pflanzen an Interessierte weiter, und ich hätte auch Saatgut anzubieten, das ich letzten Herbst gesammelt habe. - Vielleicht will ja der eine oder andere versuchen sich seine eigenen Pflänzchen zu ziehen!


Bis bald,

alles Liebe,
eure Renate!

zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

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Mittwoch, 17. Februar 2016

Vom Samenkorn zur Tomatensoße - der richtige Sätermin

Du hast dir vorgenommen selbst Tomaten zu ziehen?

Vielleicht hast du sogar schon die für dich ideale Tomatensorte(n) ausgewählt und Samen besorgt?


(Tipp: Eine große Auswahl an ausgefallenen und historischen alten Tomatensorten findest du bei Amazon.)

Doch wann ist denn nun der richtige Termin dafür um mit der Aussaat zu beginnen?

Um das auszurechnen, musst du zuerst den idealen Pflanzzeitpunkt bestimmen!
Dieser hängt von den bei dir vorherrschenden klimatischen Voraussetzungen ab und variiert von Gegend zu Gegend.

Tomatenpflanzen sind nämlich sehr frostempfindlich. 

Daher dürfen sie erst dann ausgepflanzt werden, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind.

Bei mildem Weinbauklima kann man seine Tomaten oft schon Ende April ins Freiland auspflanzen. In anderen Gegenden wartet man besser bis nach den Eisheiligen (Mitte Mai).

Der ideale Aussaattermin liegt zirka 8 Wochen vor dem Pflanzzeitpunkt.

Wenn ich zum Beispiel davon ausgehe, dass ich meine Pflänzchen nach dem Muttertag (8.Mai) in den Garten setzen möchte, dann sollte ich also spätestens am 6. März mit dem Aussäen beginnen.

Wann ist dein idealer Aussaattermin? Hast du ihn schon errechnet?

Tipps und Tricks für die Aussaat in Saatschalen findest du hier und hier.

Viel Spaß beim Anbauen!

Bis bald, 


alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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Freitag, 13. März 2015

Aussaat in Saatschalen für Anfänger

Ob Gemüsepflanzen, Kräuter oder Sommerblumen...

Vieles kann bereits ab Februar im Haus (oder in einem beheizten Gewächshaus) vorgezogen werden.

Doch warum, wann und wie sollte man das überhaupt machen? Welche Pflanzen zieht man eigentlich vor, welche nicht und worauf muss man dabei achten?

Der richtige Zeitpunkt:
  • Ab Februar können Sommerblumen, -gemüse und -kräuter vorgezogen werden, die wir ab Mitte Mai auspflanzen werden.
  • Ab Juli werden Wintergemüse-Pflanzen vorgezogen, die ab August ausgepflanzt werden.
  • Der genaue Zeitpunkt für die Aussaat variiert natürlich, er steht jeweils auf der Samentüte hinten drauf.

Welche Pflanzen zieht man in Saatschalen vor?
  • Zuerst einmal überlegen wir uns, welche Pflanzen wir anbauen möchten, dann
  • besorgen wir uns die Samentütchen und studieren die Packungsbeschreibungen.
  • So erfahren wir, welche Pflanzen wir direkt im Beet anbauen können und welche wir im Warmen vorziehen müssen
  • Wir sehen auch, wann wir sie anbauen können bzw. mit dem Vorziehen beginnen sollten.
  • In meinen Saatschalen keimen zur Zeit: verschiedene Tomaten-, Paprika-, Salat-, Basilikumsorten, Knollensellerie, Fenchel, Auberginen, Wirsing und verschiedene Sommerblumen

Welche Pflanzen zieht man nicht in Saatschalen vor?
  • Pflanzen, die kein Vorziehen erfordern, weil sie eine kurze Wachstumsphase haben (z.B. Radieschen),
  • nicht kälteempfindlich sind (z.B. Pflücksalat, Zwiebel, Knoblauch) oder
  • das Umpflanzen nicht gut vertragen (z.B. Rote Beete) werden gleich direkt im Beet angebaut.

Worauf sollte man bei der Aussaat in Saatschalen achten?
  • Zimmergewächshaus: Stabile Zimmergewächshäuser für die Fensterbank sind Saatschalen mit durchsichtigen Deckeln (hier bei Amazon). Sie verfügen über verstellbare Lüftungsschlitze und sind optimal dafür ab Februar im Haus all jene Gewächse auszusäen, die erst nach den Eisheiligen ins Freiland dürfen.
  • Nicht bei der Qualität sparen: Finger weg von dünnem Plastik! Diese Zimmergewächshäuser sind bereits nach 1-2 Jahren zum Wegschmeißen und kosten unwesentlich weniger als robuste Saatschalen aus Hartplastik.
    Sehr empfehlenswert finde ich diese Art (hier bei Amazon). Ich besitze selbst mindestens 25 Stück davon. Einige verwende ich bereits seit 10 Jahren. Die Deckel sind mittlerweile zwar ein bisschen trüb geworden, aber ansonsten funktionieren sie immer noch einwandfrei.
  • Saaterde: Es ist sehr wichtig eine gute Aussaaterde zu verwenden, damit das mit dem Vorziehen der Pflänzchen auch wirklich klappt.
  • Standort: Zimmergewächshäuser sollten hell, warm und luftig stehen.
  • Gießen: Es erfordert etwas Fingerspitzengefühl, das Substrat niemals austrocknen zu lassen, aber auch nicht zu viel zu gießen. Die Erde darf immer nur feucht, aber niemals nass sein!
  • Lichtkeimer oder Dunkelkeimer? Wer noch auf dem Gebiet noch nicht versiert ist, liest genau nach, was auf der Packungsbeschreibung steht. Es gibt Lichtkeimer, die man nicht mit Erde bedecken darf, weil sie sonst nicht keimen können. Sie werden auf die Erdoberfläche aufgestreut und feucht gehalten. Lichtkeimer sind zum Beispiel Basilikum, Sellerie und viele andere.

Anleitung:
  • Befülle deine Saatschale bis knapp unter dem Rand mit guter Aussaaterde und drücke sie ein bisschen an.
  • Befeuchte die Erde mit einem Pflanzensprüher.
  • Verteile die Samen gleichmäßig auf dem Substrat.
  • Bedecke Dunkelkeimer mit einer dünnen Erdschicht, am besten siebst du die Erde drüber.
  • Bedecke Lichtkeimer auf keinen Fall mit Erde!
  • Wenn die Samen groß genug sind, dass du sie einzeln anbauen kannst, dann bohre für jedes Samenkorn ein ungefähr 0,5 cm tiefes Loch in die Erde. Das kannst du entweder mit deinem Finger oder mit einem Stift machen. Lege pro Loch ein Samenkorn hinein und verschließe es dann wieder mit etwas Anzuchterde. Tipp! Wenn du zwischen den Samenkörner genügend Abstand lässt, sodass deine Pflänzchen später schön Platz haben, dann kannst du dir später möglicherweise das Pikieren sparen.
  • Nicht vergessen: Beschrifte deine Saatschalen unbedingt, sonst weißt du am Ende nicht mehr, wo du was angebaut hast! Dafür verwende ich gerne Pflanzenetiketten (hier bei Amazon), die immer wieder neu mit Bleistift beschriftet werden können.
  • Setze nun den Deckel des Zimmergewächshauses auf die Saatschale, halte die Erde stets feucht und warte, bis deine Sämlinge herangewachsen sind.
  • Sobald die diese groß genug sind, werden sie, sofern sie zu eng stehen, pikiert. Das bedeutet, dass man sie einzeln herausnimmt und in kleine Töpfe pflanzt, wo sie dann weiterwachsen dürfen. (Hier erfährst du mehr darüber!) Bis dahin haben wir aber noch etwas Zeit, jetzt müssen unsere Samen ja erst einmal keimen!  
Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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0664/4536166; renate@duschnig.at

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