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Donnerstag, 6. Oktober 2016

Aus der Badehose direkt in den Weihnachtstrubel? - oder - Beginnt denn Weihnachten jetzt schon im Oktober?

Oh Mann, ich glaube ich krieg´ die Krise!
Wieso ist es denn auf einmal so verdammt kalt?

Vor ein paar Tagen sind wir noch im Pool geschwommen und am Abend lange mit der Familie draußen am Lagerfeuer gesessen. Und ganz plötzlich, von einem Tag auf den anderen ist der tiefste Herbst da ...
"Na gut!" rede ich mir selber zu und ignoriere dabei den immer stärker werdenen Drang mit dem Winterschlaf zu beginnen, "Positiv denken! Der Herbst ist doch auch schön, du musst dich nur darauf einstimmen! Denk doch mal an die bunten Blätter, die im Wind rascheln, die langen Spaziergänge an der kalten frischen Luft, die gemütlichen Abende am prasselnden Kaminfeuer, dazu Kerzenlicht, ein Tee mit Rum, Basteln mit der Familie, gemeinsames Lernen mit deinen Nachhilfekindern, ..."

Leicht zu überzeugen, dauert es nicht lange, und ich beginne mich schon bald echt auf die neue Jahreszeit zu freuen!
Zugegeben, nur weil im Oktober plötzlich Herbst ist braucht man sich ja wirklich nicht gleich aufzuregen ... Vielleicht wäre es besser das Haus herbstlich zu dekorieren! Au ja, das mache ich!

Also fahre ich zum Lagerhaus, bestelle das Tierfutter, das wir benötigen und will mich in der entsprechenden Abteilung um eine hübsche Herbstdeko umsehen, ... da kriege gleich den nächsten Schock:
Anstatt der erwarteten Kürbisse, Laternen und Strohmännchen - sehe ich plötzlich überall Weihnachtsware, und aus den Lautsprechern schallt Weihnachtsmusik!!! :-(((

Ist denn das zum Fassen?
Beginnt denn Weihnachten jetzt schon im Oktober? 
Sollen wir etwa in Zukunft die Osterdeko schon zu Halloween, die Luftmatratze zu Weihnachten und die Herbstdeko zu Ostern einkaufen?

Und wer ist ist schuld an diesem Wahnsinn?
Ich und du, wir alle sind schuld.
Schuld sind wir Konsumenten mit unserem Konsumwahn, denn würde keiner um diese Jahreszeit Weihnachtsachen kaufen, dann würden sie noch nicht im Regal stehen.
Angebot und Nachfrage ... Nachfrage bestimmt das Angebot!

Daher sollten wir uns alle bei der Nase nehmen und im Hier und Jetzt leben! Gehen wir lieber mit unseren Kindern raus Kastanien und bunte Blätter sammeln, nutzen wir die kalten Abende dafür mit unseren Familien zusammenzusitzen und einander Geschichten zu erzählen, und kaufen wir um Gottes Willen keine Weihnachtssachen im Okotober ein!

Lassen wir die Jahreszeiten da, wo sie hingehören:
Den Herbst im Herbst, den Winter im Winter, den Frühling im Frühling und den Sommer im Sommer.

Und wenn der Handel die Deko nicht dann anbietet, wann es zur Jahreszeit passt, dann ist es auch egal. Wir basteln sie einfach selber - vorzugsweise aus Naturmaterialien! Selbstgemacht ist sowieso schöner und wertvoller als gekauft, besonders wenn man sie gemeinsam mit den Menschen hergestellt hat, die man liebt.  :-)))

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen wunderschönen Herbst!

Bis bald, 


alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
A-2632 Wimpassing, Joh. Bauerstr. 13;
0664/4536166; renate@duschnig.at

https://unserselbstversorgergarten.blogspot.co.at/
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Mittwoch, 14. September 2016

Melanzani-Aufstrich ... natürlich selbstgemacht!

Auberginen, Eierfrüchte, oder (in Österreich) Melanzani sind aus der orientalischen und mediterranen Küche nicht wegzudenken und haben jetzt im Spätsommer/Herbst auch bei uns Hochsaison.

Leider wissen Herr und Frau Österreicher oft gar nicht, was man aus diesen überaus vielfältigen  Früchten alles zaubern kann.

Dabei gäbe es vom französischen Ratatouille über das griechische Moussaka bis zum orientalischen Baba Ghanoush so viele Möglichkeiten - mit oder ohne Fleisch, und zum Teil sogar vegan!

Heute will ich euch zeigen, wie man einen Melanzani-Aufstrich macht.

In einem kleinen Doserl in die Schule oder Arbeit mitgenommen wird dieser Aufstrich gemeinsam mit ein paar Scheiben Brot schnell zu einer leckeren gesunden Jause!

Damit dieses Lagerfeuer-Rezept gelingt, braucht ihr zuerst einmal ein kleines Feuer oder eine starke Glut, worüber die Früchte so lange gegart werden müssen, bis sie ganz durch sind. Keine Sorge, wenn ihre Außenseite verkohlt, das gehört zu dieser Art der Zubereitung einfach dazu!   ;-)))

Optimal ist es, wenn die Auberginen dabei aufplatzen, damit ihr oft bitterer Saft herausrinnen kann. Erst dann sollte ihr Fruchtfleisch herausgekratzt, klein gehackt und zum Aufstrich weiterverarbeitet werden.

Zutaten:
  • Auberginen (gegrillt und fein gehackt)
  • Schnittlauch (gewaschen und fein geschnitten)
  • Senf
  • Mayonnaise und/oder Sesampaste
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft
optional:
  • Zwiebel (fein gehackt)
  • Knoblauch (fein gehackt) 
Zubereitung:
Sobald  das Grillen, Auskratzen und fein Hacken der Melanzani erledigt ist, habt ihr das Gröbste bereits geschafft. Nun braucht ihr die Masse nur noch - je nach Vorliebe - mit den übrigen Zutaten vermengen und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Für die vegane Variante verwendet ihr Sesampaste anstatt von Mayonnaise.

Guten Appetit!

Bis bald, 


alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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Montag, 12. Oktober 2015

Glückliche Kindheitserinnerungen

Seit meiner Kindheit haben mich Rosskastanien immer schon magisch angezogen.

Wenn ich es mir so recht überlege, hat sich daran bis heute nichts geändert!  ; - )))

Wenn ich welche fand, war es mir von Klein auf unmöglich daran vorbeigehen. - Ich musste sie einfach einsammeln und nach Hause mitnehmen.

Jahr für Jahr wandert die schönste Kastanie, die meiner Hand am besten schmeichelte seit jeher in meine Jackentasche, wo ich sie den ganzen Winter über als Glücksbringer mit mir trage.

Mit meiner diesjährigen Glückskastanie habe ich eine ganz besondere Freude, denn diesmal hat mir mein Töchterchen eine "ganz besonders gute" ausgesucht und zum Geschenk gemacht.


Meine Kastanie bringt mir nicht nur Glück ...

Ich brauche sie nur anzusehen oder in die Hand zu nehmen, schon blitzen glückliche Bilder glücklicher Kindheitserinnerungen vor meinem inneren Auge auf.

Die Herbstspaziergänge mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester Babsi waren besonders schön. Weit kamen unsere Eltern jedoch nicht mit uns, weil es immer so viele bunte Blätter, Kastanien, Eicheln und vieles mehr zum Entdecken und Sammeln gab!

Es folgten wunderbare Nachmittage, an denen unsere Oma, die mittlerweile leider nicht mehr lebt, süße kleine Kastanien-Tiere mit uns bastelte und an denen es immer eine gute Jause gab.

Die Zeit vergeht leider viel zu schnell. Meine Kindheit ist schon lange vorbei - jetzt ist es schon seit vielen Jahren an mir, dafür zu sorgen, dass meine Kinder später einmal gerne an ihre zurückdenken und hoffentlich einmal sagen können, dass sie schön war ...

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
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Dienstag, 29. September 2015

Erntezeit

Der Sommer ist vorbei und somit auch die Tage, an denen wir oft stundenlang in der Sonne gedöst haben und später bis in die Nacht hinein am Lagerfeuer gesessen sind.

Einerseits schade, andererseits ist der Herbst mit seinen schönen Farben auch sehr schön.




Letztes Wochenende waren meine Tochter Leni und ich mit einer Gartenschere und einem Korb bewaffnet Naturmaterialien sammeln.

Es gibt jetzt eine große Auswahl an schönen Zweigen mit bunten Beeren, Gräsern, abkgeblühten Blütenständen, und allem Möglichem, woraus man ruck-zuck wunderschöne Herbstdekos zaubern kann. Noch am selben Tag entstanden mit wenig Aufwand wunderschöne Gestecke.

In der kühleren Jahreszeit mag ich es besonders nach getaner Arbeit gemütlich im Wohnzimmer neben einem prasselnden Kaminfeuer zu sitzen, zu lesen und vielleicht schon erste neue Pläne für das nächste Jahr zu schmieden.

Mein Mann Werner fürchtet sich immer schon davor, wenn zum Planen anfange, denn meine Pläne arten für ihn meistens in Arbeit aus. ;-)))

Im Moment denke ich unter anderem über ein neues Gewächshaus nach, weiß aber noch nicht so recht, wo, woraus und wie wir es bauen werden.

Bevor es jedoch so richtig gemütlich wird, ist jetzt noch einmal ziemlich viel zu tun.

Zwetschgen, Äpfel, Quitten, diverses Wildobst, Paprika, Pfefferoni, Auberginen, Tomaten, Wurzelgemüse, Rote Beete, Nüsse und verschiedene Kräuter müssen noch geerntet, eingesammelt und verarbeitet werden.


In unserer Küche wird wie wild eingekocht, -gesalzen, - gelegt, gedörrt, tiefgefroren und gebacken.

Unsere gemästeten Hähne, Hasen und Wachteln sind groß geworden und wandern jetzt der Reihe nach in die Tiefkühltruhe.

Erst wenn später im Herbst alle Beete abgeräumt sind, wird bei uns Ruhe einkehren.

Da fällt mir ein, ich habe letzten Samstag einen Berg Blumenzwiebel gekauft, die ich noch setzen will. Ich sause jetzt besser los und fange gleich damit an!

Ich wünsche euch einen schönen Herbsttag!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
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Mittwoch, 18. März 2015

Gehölze pflanzen für Anfänger

Du möchtest deinen Garten mit Gehölzen bepflanzen und weißt nicht so recht, worauf du achten musst?

Dich beschäftigen Fragen wie:
  • Wann ist der optimale Zeitpunkt ist um neue Gehölze zu pflanzen? 
  • Auf welche Art sind Gehölze erhältlich? 
  • Worauf ist beim Pflanzen zu achten?
Dann bist du hier genau richtig!


Der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen von Gehölzen ist wahlweise ...


... im Herbst, sobald die Sonneneinstrahlung nicht mehr so stark ist, aber auch nicht all zu spät, damit die die Pflanzen noch genug Zeit haben um sich vor dem Winter gut anzuwurzeln.

... oder im Frühling, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist.

Ich pflanze am liebsten zeitig im Frühjahr, genauer gesagt im März und April.
Erstens steht einem dann meiner Erfahrung nach eine größere Auswahl an Gehölzen zur Verfügung und andererseits brauche ich mir dann keine Sorgen zu machen, ob frostempfindlichere Gehölze gesund über den Winter kommen.


Gehölze werden auf drei Arten zum Verkauf angeboten:
  • Containerware (im Topf) wird vor dem Pflanzen mindestens 20 Minuten in einen Kübel mit Wasser gestellt, danach aus dem Topf genommen und eingesetzt. Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich.
  • Ware mit Ballen (Wurzel und Erde in einem Juttesack) wird ebenfalls erst gewässert und danach eingesetzt. Ein Rückschnitt ist auch hier nicht erforderlich.
  • wurzelnackte Ware (Wurzel ohne Erde) wird erst für mehrere Stunden in einem Kübel Wasser eingeweikt. Alle beschädigten Wurzeln müssen weggeschnitten und lange Wurzeln eingekürzt werden. Erst danach kann eingepflanzt werden. Gehölze ohne Ballen sollten noch vor dem Austrieb eingesetzt werden.

Abgesehen davon muss man beim Einpflanzen man auf folgende Dinge achten:

Die Pflanzgrube sollte doppelt so groß sein, wie der Wurzelballen. Sie wird dann wieder mit gut gelockerter Gartenerde aufgefüllt, die man vorher eventuell mit Kompost versetzt hat.

Pflanztiefe: Die meisten Gehölze werden so tief gesetzt, wie sie auch vorher im Topf gestanden sind.
Der Wurzelhals, der Übergang zwischen Wurzelbereich und Stamm, soll auf dem Niveau der Erdoberfläche zu stehen kommen. Die Veredelungsstelle muss unbedingt über der Erdoberfläche bleiben!
Eine Ausnahme bilden Rosen und Weinstöcke. Sie werden so eingepflanzt, dass ihre Veredelungsstelle unter der Erdoberfläche liegt.

Nach dem Einpflanzen wird die Erde vorsichtig festgetreten und gut eingeschlämmt.
Von da an sollte man die Wurzel seiner jungen Gehölze unbedingt gut feucht halten.
Speziell bei trockenem Wetter müssen sie immer gut gegossen werden, eine Mulchschicht hält das Erdreich länger feucht.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Bis bald,



alles Liebe, 
eure Renate!
zert. Kräuterpädagogin, Selbstversorgerin
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